Gewalt im Islam?

Von M. Amir Ali, Ph.D.

  • Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten.“ [Der edle Quran 2:190]
  • Und (für jene) die sich wehren, wenn ihnen Gewalt angetan wird.“ [Der edle Quran 42:39]

Gewalt ist der Gebrauch von Macht, um andere zu unterdrücken, was auch das Töten beinhalten kann. In den Augen der Mehrheit der Menschen könnte Gewalt moralisch legitimiert sein, wenn man Tiere und Vögel zur Selbstverteidigung oder zur Ernährung tötet. Jedoch ist in der Religion des Jainismus und manch anderer Sekten des Buddhismus und Hinduismus sogar das Töten von Tieren und Insekten nicht legitimiert.

Auf der menschlichen Ebene kann Gewalt in drei Hauptarten unterteilt werden:

  1. Gewalt, die von einer Armee gegen eine andere Armee ausgeübt wird; in diesem Fall wird es Kampf oder Krieg genannt.
  2. Gewalt, die von den Bürgern gegen Tyrannei oder Unterdrückung oder zum Ersetzen eines politischen Systems durch ein anderes, organisiert wird; in diesem Fall kann der Konflikt Terrorismus, Bürgerkrieg oder Befreiungs- oder Freiheitskrieg genannt werden, je nach dem wer spricht und
  3. Gewalt, die von Individuen oder einer kleinen Gruppe von Menschen aus persönlichem Nutzen oder Rache begangen wird; in diesem Fall wird es dementsprechend Mord, Raub oder Blutrache genannt.

Gemeinhin wird die Bedeutung des Wortes Islam als Frieden und auch Unterwerfung bezeichnet. „Gewalt im Islam“ ist ein Oxymoron; eine bedeutungslose Formulierung. In der heutigen muslimischen Weltsituation wird die Frage, „Gewalt im Islam?“, zu einer relevanten Frage. Die Anti-Islam-Kämpfer, solche wie christliche Fundamentalisten, Zionisten jeder Farbe und Art, Russen, Serben, hinduistische Fundamentalisten und andere, lieben es sich auf die fein herausgepickten Verse des Qurans zu beziehen, um zu zeigen, dass Islam Terrorismus und Gewalt bedeutet und nicht Frieden. Unglücklicherweise wurden die ignoranten Massen des Westens seit ihrer Schultage so aufgezogen, dass sie glauben, dass der Islam Terrorismus und Gewalt bedeutet. Zusätzlich lieben die pro-zionistischen Medien es, die Massen dadurch zu erfreuen, dass sie diesen Glauben bestärken und den Islam im Westen unpopulär halten, um dessen Verbreitung zu verhindern. Die Zionisten sehen die steigende Anzahl der wählenden Muslime in der Bevölkerung im Westen als eine Gefahr für die Existenz der israelischen Instanz, dabei würden sie lieber die Präsenz des Islams im Westen, vor allem in der USA, vernichten.

Seit dem Terroranschlag vom 9.11. in New York, ist 9:5 der meist zitierte Quranvers zur Unterstützung der falschen Behauptung der Tötung von Nicht-Muslimen und dem Zwang, dass sie zum Islam konvertieren, wenn sie es verweigern. Die Bedeutung dieses einen Verses kann am besten verstanden und eingeschätzt werden, wenn der Leser volles Hintergrundwissen bezüglich des Kontextes der Offenbarung und der Botschaft, die im Gesamten übermittelt wurde, hat. Surah (Kapitel) 9 hat zwei Namen, At-Tawbah und Bara`ah, was jeweils Reue und Freiheit von der Bindung (Verleugnung) bedeutet. Die Verse 1-37 der Surah 9 wurden als Block offenbart und die Verse 1-16 stellen den Kontext des Verses 5 dar. Lasst mich die Übersetzung aller 16 Verse (im englischen von Zafar Ishaq Ansari`s Towards Understanding the Quran, Vol. 3, pp 187-195) zitieren.

  • „[1] (Dies ist) eine Lossprechung (von jeglicher Verpflichtung) seitens Allahs und Seines Gesandten (Muhammad); (sie ist) an diejenigen Götzendiener (Mushrikin) (gerichtet), mit denen ihr ein Bündnis abgeschlossen habt. [2] So zieht denn vier Monate lang im Lande umher und wisset, dass ihr euch Allahs nicht entziehen könnt und dass Allah die Ungläubigen (Kafirin) demütigen wird. [3] Und (dies ist) eine Ankündigung von Allah und Seinem Gesandten (Muhammad) an die Menschen am Tage der großen Pilgerfahrt (Al-Hajj Al-Akbar), dass Allah der Götzendiener (Mushrikin) ledig ist und ebenso Sein Gesandter. Bereut ihr also, so wird das besser für euch sein; kehrt ihr euch jedoch ab, so wisset, dass ihr Allahs (Plan) nicht zuschanden machen könnt. Und verheiße denen schmerzliche Strafe, die ungläubig sind. [4] Davon sind diejenigen Götzendiener (Mushrikin) ausgenommen, mit denen ihr einen Vertrag eingegangen seid und die es euch an nichts haben fehlen lassen und die keine anderen gegen euch unterstützt haben. Diesen gegenüber haltet den Vertrag bis zum Ablauf der Frist ein. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die (Ihn) fürchten (Muttaqin). [5] Und wenn die heiligen Monate (Al-Ashhur ul-Hurum) abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener (Mushrikin), wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet (As-Salat) verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig; [6] und wenn einer der Götzendiener (Mushrikin) bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind. [7] Wie kann es einen Vertrag geben zwischen den Götzendienern (Mushrikin) und Allah und Seinem Gesandten – allein die ausgenommen, mit denen ihr bei der heiligen Moschee (Al-Masjid Al-Haram) ein Bündnis eingingt? Solange diese euch die Treue halten, haltet ihnen die Treue. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die (Ihn) fürchten (Muttaqin). [8] Wie? Würden sie (Mushrikin) doch, wenn sie euch besiegten, weder Bindungen noch Verpflichtungen euch gegenüber einhalten! Sie würden euch mit dem Munde gefällig sein, indes ihre Herzen würden sich weigern; und die meisten von ihnen sind Frevler (Fasiqun). [9] Sie verkaufen Allahs Zeichen für einen geringen Preis und halten von Seinem Weg ab. Übel ist wahrlich, was sie tun. [10] Sie achten keine Bindung und keine Verpflichtung gegenüber einem Gläubigen; und sie sind die Übertreter (Mu`tadun). [11] Bereuen sie aber und verrichten sie das Gebet (Salat) und entrichten sie die Zakah, so sind sie eure Brüder im Glauben. Und wir machen die Zeichen klar für die wissenden Leute (Ya`lamun). [12] Wenn sie aber nach ihrem Vertrag ihre Eide brechen und euren Glauben angreifen, dann bekämpft die Anführer des Unglaubens (A`immatul Kufr) – sie halten ja keine Eide -, so dass sie (davon) ablassen. [13] Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und die den Gesandten zu vertreiben planten – sie waren es ja, die euch zuerst angegriffen haben? Fürchtet ihr sie etwa? Allahs Würde geziemt es eher, dass ihr Ihn fürchtet, wenn ihr Gläubige seid. [14] Bekämpft sie; so wird Allah sie durch eure Hand bestrafen und demütigen und euch gegen sie helfen und den Herzen eines gläubigen Volkes Heilung bringen; [15] und Er wird die Wut aus ihren Herzen bannen. Und Allah kehrt Sich gnädig dem zu, dem Er will. Und Allah ist Allwissend, Allweise. [16] Meint ihr etwa, ihr würdet (in Ruhe) gelassen, wo Allah doch noch nicht jene von euch gezeichnet hat, die (in Seiner Sache) kämpfen und sich keinen zum Vertrauten nehmen außer Allah und Seinem Gesandten und die Gläubigen? Und Allah weiß recht wohl, was ihr tut.“ [Der edle Quran 9:1-16]

Keinen Zwang oder Nötigung 2:256

Die Verse des Qurans sind deutlich bezüglich des Befehlens an die  Gläubigen, dass es keine Nötigung oder Zwang im Konvertieren zum Islam gibt. Die Geschichte von 14 Jahrhunderten ist der Beweis, dass die Muslime keinen zielbewussten Zwang, dass die Menschen zum Islam konvertieren, ausübten. Eine Übersetzung eines Verses ist unten angeführt:

  • „Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.“ [Der edle Quran 2:256]

Die Muslime haben dieses Gebot geehrt und sie waren vorsichtig darin, die Menschen nicht zum Annehmen des Islams zu zwingen. Die besten Beispiele sind Spanien, Indien und Osteuropa, wo Muslime mit Armee eintraten und das Land eroberten, jedoch blieben diese Länder größtenteils nicht-muslimisch. Andererseits wurde die Bevölkerung der Länder in Subsahara-Afrika, Indonesien und  Malaysia mehrheitlich muslimisch, obwohl dort niemals muslimische Armeen eintraten, wurden sie mehrheitlich zu muslimischen Ländern. In unserer Zeit, im 21sten Jahrhundert, trat keine muslimische Armee in Nordamerika oder Europa ein, nichtsdestotrotz konvertieren Millionen Menschen aus eigenem Willen zum Islam.

Ein Prinzip zum Verständnis des Qurans ist, dass ein Vers (Ayah) (a) im Kontext der sie umgebenden Verse gelesen werden sollte, und nicht isoliert, (b) im Kontext ihrer Offenbarung, die man in den Hadithsammlungen finden kann, gelesen werden sollte und (c) im Kontext des ganzen Qurans. Ein viertes häufig dargestelltes Erfordernis ist, die verwendeten Worte, den Ausdruck und die Formulierungen zu betrachten und wie sie von den Gefährten des Propheten und den folgenden zwei Generationen (Salaf) verstanden wurden. Dies bedeutet einfach einige Kommentare zum Quran aus dem klassischen Zeitalter zu lesen und herauszufinden, wie sie einen offenbarten Vers oder Passage verstanden und erklärt haben. Kein Arabisch zu können ist keine Entschuldigung, weil im 20sten Jahrhundert einige Kommentare des Qurans in englischer Sprache erschienen sind und diese Autoren haben die früheren Kommentatoren zusammengefasst; einige von ihnen sind Tafsir Ibn Kathir, Towards Understandig the Quran (worauf sich oben bezogen wird), Muhammad Asad und Abdullah Yusuf Ali. Es gibt zwei Übersetzungen und Kommentare in den Arbeiten, eine von Dr. Irfan Ahmad Khan, welche in Indien publiziert wurde und die andere von Dr. Ahmad Zaki Hammad, welche von der Al-Azhar Universität, in Kairo in Ägypten, veröffentlich wurde. Einige Teile der beiden Arbeiten wurden veröffentlicht.

Ein weiterer Aspekt zum Verständnis der Verse des Qurans ist das Zeitbild zur Anwendung ihrer Bedeutung. Ein Vers oder eine Passage kann eine spezielle Bedeutung für eine bestimmte Zeit der Offenbarung haben und es findet nach dieser Zeit keine Anwendung mehr. Oder ein Vers oder eine Passage kann auch eine generalisierte Bedeutung für alle kommenden Zeiten seit der Offenbarung haben.

Definitionen:

Diejenigen, die Quranverse zitieren, mit dem Ziel diesen und den Islam zu kritisieren, haben keine der oben genannten Anforderungen eingehalten und interpretieren die Verse nach Lust und Laune. Diese Leute besitzen keine Objektivität, aber Bosheit und Vorurteile. Bevor ich die oben genannten Verse erläutere, würde ich gerne einige Definitionen einiger Begriffe des Qurans anführen. Die Schreibweise der folgenden Begriffe kann von Autor zu Autor variieren, wenn es in eine europäische Sprache transliteriert wird.

MUSLIME: Diejenigen, die an einen Gesandten/Propheten Allahs glauben und seinen Lehren folgen; demzufolge, waren alle Anhänger aller Propheten seit der Zeit Abrahams Muslime, inklusive den Anhängern Muhammads.

MUNAFIQ: (sing.) Technisch ist ein Munafiq ein Moslem, aber wegen der Abwesenheit eines wahren Glaubens an den Islam, betrachtet Allah ihn als einen Heuchler. Der Quran beinhaltet hunderte Verse über Munafiqun oder Munafiqin, weil sie die Ursache der größten Gefahr für den Islam und den Muslimen sind, vielmehr noch als die schlimmsten nicht-muslimischen Feinde des Islams. Dies ist auch in unserer Zeit wahr. All diese „Muslime“, die den Feinden des Islams helfen einen Krieg gegen den Islam und gegen die muslimischen Gesellschaften zu führen, sind sicherlich Heuchler.

BANI ISRAEL (YAHUD): Alle Menschen, die den Propheten, angefangen von Moses, bis hin zum letzten Propheten vor Jesus, folgten.

NASARA: Dieser Begriff wird nur für Christen benutzt. Manche Gelehrten denken, dass dieser Begriff von Nazareth abgeleitet ist, aber andere wiederum denken, dass es vom arabischen Wort für Helfer abgeleitet ist.

AHL AL-KITAB: Dies bedeutet „Menschen des Buches“, beide, sowohl Christen, als auch Juden oder je nach dem Kontext, nur Juden oder nur Christen.

MUSHRIK: (sing.) Mushrikun oder Mushrikin (plural). Dies bezieht sich insbesondere auf die Götzenanbeter Arabiens, die zur Zeit des Propheten lebten. Die meisten von ihnen konvertierten zum Islam, aber einige Konvertierten zum Christentum; es leben keine Mushrikun mehr auf der arabischen Halbinsel. In unserer heutigen Zeit würden Hindus, Buddhisten und alle anderen Menschen, die einen Götzen anbeten, unter diese Kategorie fallen.

KAFIR: (sing.) Kafirun oder Kafirin (plural). Diese sind Nicht-Muslime, die den Islam, nachdem sie ihn durch authentische Quellen kennenlernten, ablehnen. Siehe auch die Quranverse 2:6-7, die über sie sprechen. Ich würde den Begriff als „Islam-Verweigerer“ übersetzen, aber die Unwissenden übersetzen ihn als „Ungläubige“. Unglücklicherweise benutzen ignorante Übersetzer den Begriff „Ungläubige“ sowohl für Mushrik, als auch für Kafir, obwohl dies zwei verschiedene Begriffe sind.

JAHIL: (sing.) Juhala´oder Jahilun oder Jahilin (plural): Literarisch bedeutet es eine unwissende Person, aber als ein Begriff des Qurans bedeutet es, solche unwissende Menschen, die in Unkenntnis bezüglich islamischer Lehren sind und die keine Möglichkeit des Annehmens oder Verweigerns des Islams haben. Sobald eine Person den Islam verweigert, nachdem er die Lehren aus authentischen Quellen erfahren hat, wird diese Person zu einem Kafir.

JIHAD: Dieser Begriff wird oft falsch als „heiliger Krieg“ übersetzt. Im Islam gibt es so was wie einen heiligen Krieg nicht, weil alle Kriege schmutzig sind, jedoch sind manche Kriege unvermeidlich. Der christliche Begriff „gerechtfertigter Krieg“ ist auch im Islam anwendbar. Literarisch bedeutet Jihad „sich bemühen“ oder „sich anstrengen“. Für eine bessere Abhandlung zu diesem Thema siehe den Artikel JIHAD EXPLAINED (Jihad erklärt).

QITAL (HARB): Qital bedeutet „Kampf“ und Harb bedeutet „Krieg“, was auch die Begriffe sind, die für einen richtigen Krieg benutzt werden und diese beiden Begriffe bedeuten Kampf und Krieg.

WALI: (sing) Awlia´ (plural). Der Begriff Wali wird gemeinhin als „Freund“ übersetzt, was zu einem Anstieg der Missverständnisse über die Botschaft des Qurans führt. Je nach Kontext kann es Freund bedeuten, aber viel öfters bedeutet es „Beschützer“ oder „beschützender Freund“ oder „Verbündeter“, was viel mehr ist, als ein einfacher Freund.

In der oben zitierten Passage 9:1-16 ist der in den Versen 1,2,3,4,5,6 und 7 benutzte Begriff Mushrikin, was bedeutet, dass niemand anderes als die Götzenanbeter (Mushrikin) Mekkas gemeint sind. Ein weiterer Aspekt, der zu bemerken ist, ist, dass es nur an diejenigen gerichtet ist, die gegen den Friedensvertrag mit dem Propheten Muhammad verstoßen haben. Dieses Thema wiederholt sich in all diesen Versen bis hin zu 9:16. Selbstverständlich weist Allah im Quran den Propheten Muhammad an, sich von der Verbindlichkeit des Friedensvertrages, bekannt als Vertrag von Hudaybiah, zu befreien; den er im Jahre 6 n.H. für einen zehnjährigen Zeitraum geschlossen hatte. Aber die Götzendiener der Quraysh brachen den Vertrag im zweiten Jahr und überfielen einen Stamm, der zu den Verbündeten des Propheten gehörten. Der Vers gibt eine spezielle Anleitung dazu, diejenigen zu bekämpfen, die den Vertrag brachen und Verbündete des Propheten töteten. Die Bedeutung des Verses erstreckt sich nicht auf andere Nicht-Muslime, außer unter den gleichen Konditionen. Diejenigen, die niemals Verbündete des Propheten waren, haben keinen Vertrag, den sie brechen können. Der Islam verbietet Angriffe gegen die, die die Muslime nicht angegriffen haben. Dieser Aspekt bringt uns zu den Versen 2:190-194.

In dem Vers 9:5 gibt es die Erwähnung der „Al-Ashhur ul-Hurum“, was die Monate des Verbotes bedeutet, manchmal auch als heilige Monate übersetzt, welche da sind Rajab, Dhul Qi`dah, Dhul Hijjah und Muharram, der 7te, 11te, 12te und erste Monat des arabischen Mondkalenders. Der Monat Rajab wurde für die Umrah oder der kleinen Hajj reserviert und die anderen drei Monate waren für die Hajj, der großen Pilgerfahrt nach Makkah, gedacht. Während dieser Monate feierten die Araber für gewöhnlich den Frieden für die Sicherheit für die Rückreise nach Mekka und jeglicher Krieg oder Plünderung wurde als verboten betrachtet. Jedoch fanden sie eine Hintertür, um diese Monaten der Sicherheit zu brechen und erfanden den Brauch der Nasi. In dieser Erfindung konnten sie einen wirklich verbotenen Monat mit einem nicht-verbotenen Monat vertauschen und konnten somit auf Plünderung und Krieg gehen und die schwächeren Reisenden überraschen. Der Islam behielt die Sitte der verbotenen Monate, aber schaffte den Brauch von Nasi ab.

Die Quranverse 2:190-194.

Die Übersetzung dieser Verse ist unten angeführt;

  • „Und kämpft (qatilu) auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten (Mu`tadin). (191) Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee (in Makkah), bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen (Kafirin). (192) Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. (193) Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun (Adh-Dhalimin). (194) Der heilige Monat ist für den heiligen Monat, und für die geschützten Dinge ist Wiedervergeltung (bestimmt). Wer nun gegen euch gewalttätig handelt, gegen den handelt in gleichem Maße gewalttätig, wie er gegen euch gewalttätig war, und fürchtet Allah und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“ [Der edle Quran 2:190-194]

In den Versen 190-191, die oben angeführt sind, ist es offensichtlich, dass Allah den Muslimen im Quran befiehlt, gegen die zu kämpfen, die den Kampf angefangen haben, aber nicht mehr zu tun, als das was nötig ist, um den Angriff zurück zu weisen, weil Allah die Übertreter nicht liebt, was dann der Fall ist, wenn man über die Grenzen hinaus geht. Der Vers 192 legt noch weiteren Nachdruck darauf, die Angreifer aus euren Häusern, eurem Eigentum und vielleicht auch aus eurem Land zu vertreiben, um ihre Besetzung zu entfernen.

Der Vers 193 betont, dass Unrecht und Verfolgung schlimmer sind als Töten, deswegen liegt es in der Verantwortung eines Muslims Unrecht und Verfolgung zu entfernen und daran zu arbeiten Gerechtigkeit und Gleichheit entsprechend den Regeln des Islams herzustellen.

Der Vers 194 bezieht sich auf die heiligen oder den Monaten des Verbotes eines Krieges; der Befehl liegt darin die Monate zu ehren, aber wenn die Gegner diese missachten, so ist es den Muslimen erlaubt in entsprechender Weise zu reagieren. Ebenso dürfen die Muslime, wenn die Gegner sie angreifen, in gleichem Maße reagieren, aber dabei nicht die Grenzen missachten oder maßlose Gewalt zu benutzen. Das Anwenden von maßloser Gewalt ist ein heidnisches Konzept, wie es die USA im Irak oder Afghanistan tut.

Quran 5:33-34. Ein weiterer Vers, der oft zitiert wird, um den Quran anzugreifen, ist 5:33, aber dieser muss zusammen mit 5:34 gelesen werden. Eine Übersetzung ist unten gegeben:

  • „(33) Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. (34) Ausgenommen davon sind jene, die bereuen, noch ehe ihr sie in eurer Gewalt habt. So wisset, dass Allah Allvergebend, Barmherzig ist.“ [Der edle Quran 5:33-34]

Diese beiden Verse wurden als Antwort zu dem Abkommen eines oder mehrerer „Muslime“, die zurück zu seiner/ihrer vorherigen Religion gekehrt sind und zu Terroristen und Straßenräubern wurden, die Handelskarawanen plünderten, offenbart. Zusätzlich begannen sie die Feinde des Propheten Muhammads und der Muslime dazu zu ermutigen, den Stadtstaat Madinah zu zerstören. Allahs Befehl, sie zu bekämpfen und sie zu überwältigen, gefolgt von dem Befehl sie zu töten oder sie zu kreuzigen oder ihnen wechselseitig Hände und Füße abzuschneiden oder sie gefangen zu nehmen, kam. Wenn sie sich jedoch selbst stellen, bevor sie durch Kraft überwältigt wurden und um Vergebung baten, dann solle ihnen vergeben werden. Ihr Bitten um Vergebung beinhaltet ihre freiwillige Rückkehr zum Islam. Offensichtlich handeln diese Verse nicht von Nicht-Muslimen oder sie zu zwingen zum Islam zu konvertieren.

Solch ein Abkommen wird auf alle Abtrünnigen verteilt, die Verrat mit Abtrünnigkeit verbinden. Also dasselbe Schicksal ereilt die Straßenräuber und Terroristen, die abscheuliche Straftaten begehen, nachdem unter der islamischen Regierung Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit hergestellt wurde. In der Abwesenheit einer islamischen Regierung ist weder Frieden, noch Gerechtigkeit und Gleichheit möglich, sondern eine Tyrannei der einen oder der anderen Art. In der heutigen muslimischen Welt (2004 CE) gibt es kein einziges „islamisches“ Land, das eine islamische Regierung hat, aber es gibt mehr als fünfzig Länder mit muslimischer Mehrheit, die eine tyrannische Regierung haben und die meisten von ihnen sind Marionetten, entweder der europäischen oder der amerikanischen Macht. Selbstverständlich gibt es dort keinen Frieden, keine Gerechtigkeit und keine Gleichheit, sondern Chaos, Morde, Verfolgung, Ausbeutung, Plünderung des Geldes der Menschen und Tyrannei. Diese Länder werden von den Kriminellen regiert, die von den Feinden des Islams, die Herrscher in Europa und Amerika sind, unterstützt und verteidigt werden.

Quran 4:74-76.

Diese Verse sind Teil des Abschnitts 4:71-76, aber ich werde die ersten drei Verse überspringen, da sie einfach zu verstehen sind. Die Übersetzung ist unten angeführt:

  • „(74) Lasst also für Allahs Sache diejenigen kämpfen (yuqatil), die das irdische Leben um den Preis des jenseitigen Lebens verkaufen. Und wer für Allahs Sache kämpft, alsdann getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen gewaltigen Lohn geben. (75) Und was ist mit euch, dass ihr nicht für Allahs Sache kämpft (la tuqatiluna) und für die der Schwachen – Männer, Frauen und Kinder -, die sagen: „Unser Herr, führe uns heraus aus dieser Stadt, deren Bewohner ungerecht sind, und gib uns von Dir einen Beschützer, und gib uns von Dir einen Helfer.“? (76) Die da glauben, kämpfen (yuqatiluna) für Allahs Sache, und die nicht glauben (kafaru), kämpfen für die Sache des Teufels; darum kämpft gegen die Anhänger Satans (Shaytan)! Wahrlich, die List des Satans ist schwach.“ [Der edle Quran 4:74-76]

[Bemerke, dass das Wort Jihad oder seine Derivate in diesen Versen nicht benutzt wurde. Die Wörter für Kampf sind vom Wortstamm Qatala abgeleitet.]

Der Hintergrund dieser Verse ist der Kampf in Uhud, der im Jahre 3 n.H. in der Nähe von Madinah stattfand. Ein Jahr vor dem Kampf von Uhud, haben die mekkanischen Heiden eine gut ausgestattete Armee von 1000 Mann eingebracht, mit dem Plan den Propheten und seine Gefährten zu vernichten. Aber der Prophet fing sie 60 Meilen südlich von Madinah ab, in Begleitung von 313 Begleitern; dies war eine sehr ärmlich ausgerüstete Schar von Muslimen. Der Prophet und seine Begleiter waren siegreich und alle Hauptanführer der heidnischen Quraysh wurden getötet und sie verloren 70 Soldaten. Die Makkaner kehrten besiegt zurück, aber sie schworen zurückzukommen, um den Propheten, seine Mission und seinen Stadtstaat Madinah zu zerstören. In dem folgenden Jahr, in 3 n.H. kamen die Mekkaner mit einer noch besser ausgerüsteten Armee von 3000 Mann zurück und der Prophet war in der Lage eine Schar von nur 700 Muslimen zusammen zu scharen und der Kampf fand in der Nähe von Madinah, am Fuße des Berges Uhud, statt. Beide Seiten erlitten schwere Verluste und es gab keinen klaren Sieg für eine Seite. Die Mekkaner kehrten zurück nach Mekka, ohne ihr Ziel, die Zerstörung des Propheten und seiner Mission, erreicht zu haben, jedoch ermutigte dies die Mekkaner. Diesem Ereignis folgten zwei Jahre der harten Verfolgung und Folter der Muslime, die außerhalb Madinahs lebten, sei es in Mekka oder in einem anderen Dorf, wo die Heiden regierten. Der Prophet Muhammad musste Nachrichten und Aufträge von Wächtern überall herum schicken, um herauszufinden, wer sich zusammengetan hatte und wer einen weiteren Angriff gegen Madinah und die Muslime plante.

Die Verse 4:71-76 wurden im oben genannten Kontext offenbart und sie sollten auch innerhalb dieses Kontextes verstanden werden. Der Vers 4:71 leitet die Muslime an, zur Verteidigung bereit zu sein, weil sie nicht wissen, wer und wann den kleinen Stadtstaat Madinah angreifen wird. Die Verse 4:72-73 sprechen über die Auflagen der Heuchler, die nicht kämpfen wollen, weil sie dieses weltliche Leben mehr als das Leben im Jenseits lieben, aber wenn es zum Sieg kommt wollen sie die Kriegsbeute. Der Vers 4:74 garantiert den aufrichtigen Muslimen, dass wenn sie im Kampf sterben, mit Sicherheit ins Paradies eintreten werden, und wenn sie siegreich heimkehren, dann wird dies auch gut für sie sein. Egal ob sie den Krieg überleben oder im Krieg sterben, ihnen ist so oder so eine große Belohnung von Allah versichert. Der Vers 4:75 motiviert die Muslime aufzustehen und die Unterdrücker und Tyrannen zu bekämpfen, die kein Gewissen, aber Gier nach dieser Welt und Macht haben. Die unterdrückten Menschen rufen nach Allahs Hilfe und diese kommt in der Form von aufrichtigen Muslimen, die zur Unterstützung dieser Menschen aufstehen.

Der Vers 4:76 erklärt, dass die aufrichtigen Muslime kämpfen, um Allahs Regierung zur höchsten zu machen und Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit zu etablieren, während diejenigen, die für Land, Nationalismus, Patriotismus, Plünderung, Mord, Rache, Reichtum und anderen weltlichen Motiven kämpfen, für den Taghut kämpfen, alles andere als für Allah, das ist um des Satans Willen. Diejenigen, die um des Satans Willens kämpfen, können manchmal als Gewinner darin erscheinen, indem sie ihre weltlichen Ziele erreichen, aber auf langer Sicht sind sie Verlierer und sie werden im jenseitigen Leben mit Sicherheit im Höllenfeuer enden.

Es ist offensichtlich, dass Allah Angriffe völlig missbilligt und jeden Krieg aus Streben nach weltlichen Dingen verurteilt. Dahingegen befürwortet und motiviert Allah zu einem Verteidigungskrieg und die Schwachen, die verfolgt und unterdrückt werden, zu beschützen. In diesem frühen 21sten Jahrhundert gibt es hunderte von Millionen von Muslimen, die vom Westen und seinen Agenten als Führer in Ländern der Dritten Welt unterdrückt und verfolgt werden.

Quran 22:39-40.

Während des Lebens des Propheten in Makkah war es ihm verboten auf gewalttätige Übergriffe auf ihn und seinen Anhängern zu reagieren. Der Befehl Allahs war ihre Hände zusammen zu binden; es war völliger Pazifismus. Das einzige was seine Anhänger machen durften, war, das Land zu verlassen und Zuflucht in Habashah (Äthiopien) zu suchen. Diese Beschränkung wurde in Madinah aufgehoben, als ein islamischer Stadtstaat, mit seiner eigenen freien Regierung unter dem Propheten, seiner eigenen Wirtschaft und freiwilligen Verteidigungsarmee, gegründet wurde. Der Befehl kam in den folgenden Worten, hier als Übersetzung:

  • „(39) Die Erlaubnis, (sich zu verteidigen,) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah – und Allah hat wahrlich die Macht, ihnen zu helfen -, (40) jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten: „Unser Herr ist Allah.“ Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des Öfteren genannt wird, niedergerissen worden. Und Allah wird gewiss dem zum Sieg verhelfen, der für Seinen Sieg eintritt. Allah ist wahrlich Allmächtig, Erhaben.“ [Der edle Quran 22:39-40]

Die Bedeutung dieser beiden Verse sind einfach genug, so dass es keiner weiteren Erklärung bedarf.

47:4-6.

Diese Verse wurden kurz nach den oben genannten Versen 22:39-40 offenbart, was das Verbot des bewaffneten Widerstandes gegen die Eindringlinge und Angreifer aufhob.

  • „(4) Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind (Kafaru), so haut (ihnen) auf den Nacken; und wenn ihr sie schließlich siegreich niedergekämpft habt, dann schnürt ihre Fesseln fest. (Fordert) dann hernach entweder Gnade oder Lösegeld, bis der Krieg seine Lasten (von euch) wegnimmt. Das ist so. Und hätte Allah es gewollt, hätte Er sie Selbst vertilgen können, aber Er wollte die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind – nie wird Er ihre Werke zunichtemachen. (5) Er wird sie rechtleiten und ihren Stand verbessern (6) und sie ins Paradies führen, das Er ihnen zu erkennen gegeben hat.“ [Der edle Quran 47:4-6]

Ein Angriff auf die muslimische Gemeinschaft in Madinah war bereits im Gange, deswegen wurden ihnen weitere Anweisungen bezüglich einer Verteidigungsstrategie gegeben. Allah befahl den Muslimen fest zu stehen und hart zu kämpfen und nur Gefangene zu nehmen, wenn es nötig war. Diesen Gefangenen sollte dann vergeben und sie sollten freigelassen werden oder das Lösegeld akzeptiert werden und sie dann freigelassen werden. Allah verspricht denen, die ihren Glauben verteidigen, das Paradies.

Freundschaft oder Schutz?

Ein weiterer Vers des Qurans, der benutzt wird um den Islam anzugreifen, ist 5:51, der folgendermaßen übersetzt werden könnte:

  • „O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern (Awlia`). Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ [Der edle Quran 5:51]

Oftmals wird der Begriff Wali als „Freund“ übersetzt und die Bedeutung des Verses verändert sich damit komplett. Wenn Wali dahingehend übersetzt wird, dass es „Freund“ bedeutet, scheint der Vers die Botschaft zu übermitteln, dass der Islam es verbietet Freundschaften zu Christen und Juden zu haben. Die Geschichte von 13 Jahrhunderten des Islams straft dies der Lüge. Von 630 bis 1917 waren Muslime und Juden einander Freunde und manchmal sogar Beschützer. Während der Zeit der Inquisition in Spanien litten die Muslime und Juden gemeinsam und beschützten einander. Wann immer es in Europa Pogrome gegen die Juden gab, flohen sie zu den nordafrikanischen von Muslimen regierten Ländern oder in den Osten, wo die Türken regierten und sie fanden Sympathie, Freundschaft, Willkommen und Rehabilitation. Gleichermaßen lebten Christen und Muslime überall in der arabischen Welt, in Türkei, Iran, Pakistan und anderen Ländern, in Frieden zusammen. Ein Beispiel für die christlich-muslimische Harmonie ist, dass die orthodoxe Kirche in Konstantinopel vor 1453, als Muhammad II es für das Osmanische Reich eroberte, ihr Hauptquartier hatte. Konstantinopel war der Sitz der orthodoxen Kirche und es bestand weiterhin über die türkische Regierung hinweg und es war weiterhin der Sitz der orthodoxen Kirche. Aber ich betrachte den Vers 5:51 als eine Prophezeiung und weiter als Warnung für die Muslime des 20sten Jahrhunderts. Die europäischen Mächte gaben, als sie die Kolonien verließen, die Oberhand an die nicht-muslimische Minderheiten und hielten die Muslime schwach; dies war die Situation in Indien, Nordafrika, Sub-Sahara Afrika und andere Teile der Welt. Die Araber vertrauten den Briten, dass sie nach der Verteidigung vor den Türken, unabhängig werden würden, aber sie wurden betrogen. Anstelle der Unabhängigkeit der Araber, wurden Monarchien als Marionetten und Israel in ihrem eigenen Land gegründet. Betrug und noch mehr Betrug, und das überall. Pakistan unterschrieb den Pakt von Bagdad (was nach dem Austritt Iraks aus dem Vertrag zu CENTO umbenannt wurde) und trat in den 1950ern der SEATO zur Unterstützung amerikanischen Bemühungen gegen den Kommunismus bei und erlaubte amerikanische Basen in ihrem Land und wurde zu einem nuklearen Angriffsziel der Sowjetunion. Im Gegensatz dazu tat sich die USA mit Indien gegen Pakistan zusammen. Als Indien Pakistan 1965 und nochmal 1971 angriff, betrog die USA und half Indien beim Verfall von Pakistan. Säkularismus ist Heidentum, wenn jemand dem Säkularismus vertraut, erfahren sie Betrug, genauso wie der Prophet dem Betrug der Heiden Arabiens entgegenstand, 14 Jahrhunderte zuvor.

Die andere Seite der Medaille ist, wem gegenüber von den Nicht-Muslimen ist eine Freundschaft würdig? Siehe dazu die Quranverse 60:8-9:

  • „Allah verbietet euch nicht, gegen jeden, die euch nicht des Glaubens (Al-Deen) wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertreiben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Allah liebt die Gerechten. (9) Doch Allah verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens (Al-Deen) wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt – das sind die Missetäter.“ [Der edle Quran 60:8-9]

Die Verse 60:8-9 wurden im Kontext der Heiden Makkahs, die den Propheten und seine Gefährten vertrieben haben, die dann Zuflucht in Madinah suchten, offenbart. Ähnliche Sachen ereigneten sich bei vielen Muslimen, die von ihren eigenen Leuten wegen ihres neuen Glaubens ausgewiesen wurden.

Sollten die Muslime den Heiden des Westens vertrauen? Ich denke NICHT! Achtet auf die Warnung des Qurans. Persönlich habe ich keine Probleme Freundschaften zu schließen, mit meinen Nachbarn und Kollegen zu sympathisieren, gemeinsam mit ihnen zu essen, mit ihnen zu picknicken oder campen zu gehen. Ich habe viele anständige Christen und Juden getroffen und die einer Freundschaft und Vertrauen würdig waren. Der Vers 5:51 des Qurans spricht nicht über Freundschaften auf persönlicher Ebene, sondern über das Eingehen auf Verträgen auf nationaler Ebene. Die Erfahrungen der muslimischen Länder in den letzten 90 Jahren zeigen, dass die heidnischen säkularen Nationen, mit jüdischem oder christlichem Hintergrund, kein Vertrauen verdienen. Diese Nationen werden keine Gelegenheit auf Betrug und Zerstörung des Islams und der Muslime verpassen.

Das Toilettenpapier des Westens

Alle muslimischen Marionetten-Regierungen des Westens in Ländern mit muslimischer Mehrheit sind eigentlich Verräter ihres eigenen Volkes. Diese Verräter sind wie Toilettenpapierrollen oder Seidenpapier, gut aufbewahrt, bevor es benutzt wird. Ich habe in Pakistan gesehen, dass viele solcher Verräter die Toilette herunter gespült wurden; einige Namen sind: Liaqat Ali Khan, Iskander Mirza, Gen. Ayyub Khan, Gen. Yahya Khan, Gen. Ziaul Hal, Zulfiqar Ali Bhutto, Benazir Bhutto, Nawaz Sharif, Mujibur Rahman und der nächste der weggespült wird ist Gen. Pervez Musharraf. In anderen Ländern finden wir den Shah des Irans, Saddam Hussein, Ahmad Chalabi; und jetzt warten Hamid Karzai, Iad Allawi, Ghazi Al-Yawar und eine Anzahl anderer Marionetten, Diktatoren in Ländern mit muslimischer Mehrheit, darauf die Toilette herunter gespült zu werden.

Fazit

Der Krieg wurde dem Propheten Muhammad erst erlaubt, nachdem er fünfzehn Jahre lang versucht hat gegen alle Angriffe in Frieden zu leben. Erst als anti-islamische Kräfte entschieden haben den Islam vollkommen auszulöschen, wurde den Muslimen erlaubt zurück zu schlagen. Die Situation bleibt dieselbe, sogar in unserer Zeit, dem Anfang des 21sten Jahrhunderts CE. Vor 50 Jahren lebten die Muslime mehr als zwei Jahrhunderte lang als Kolonialgegenstände des Westens. Nun, da sie aus der unterwürfigen Stellung der Kolonialzeiten herausgekommen sind und es anstreben nach den islamischen Prinzipien zu leben, versucht der Westen, angeführt von den USA, ihre Vorherrschaft über die muslimische Welt erneut zu verhängen. Den Muslimen wird keine andere Wahl gelassen, als zurück zu schlagen. Der Westen muss lernen die muslimische Welt ihre Probleme auf ihre Weise lösen zu lassen und nicht ihre Herrschaft über die Muslime durch Marionetten wie Pervez Musharraf, Husni Mubarak, Abdullah II Jordaniens, Qaddafi und andere, einzuführen.  

 

 

  

 

Der Schein trügt

Die Dinge sind nicht immer wie sie erscheinen, zumindest nicht auf dem ersten Blick.

Nehmen wir zum Beispiel das Thema der „Attacke auf Amerika“ am 11. September 2001. Was wir haben ist eine kurze Liste von Fakten und eine lange Liste von Behauptungen und Vermutungen.

Lasst uns einige Fakten betrachten: zwei Flugzeuge zerstören die Twin Towers; ein Flugzeug beschädigte das Pentagon; ein anderes stürzte in Pennsylvania ab. Tausende starben. Millionen wurden „terrorisiert“.

Viele jedoch wurde seither „schikaniert“.

Zeitungen, Magazine, Radio und Fernseher schienen alle mit dem Präsident G.W. Bush übereinzustimmen, dass die einzig mögliche Person, die diese Dinge tun könnte, keine andere ist, als der Mann, den sie seit langer Zeit los haben wollten.

General Musharraf sagte seinen Landsleuten, dass  alles schnell gehen und in kurzer Zeit alles vorbei sein wird. Er schien nicht die Rede von G.W gehört zu haben, in der er sagte, dass dies ein Langzeitkrieg gegen den Terrorismus und Terroristen sein wird. Dann und jetzt deuten alle Hinweise auf einen sehr langen und schleppenden Prozess, um jede Art von „Terror“ von der Oberfläche der Erde zu entfernen. Die Dinge werden überhaupt nicht gut ausgehen.

Lasst uns das Thema für eine Weile wechseln. Ich sollte dir vielleicht eine Geschichte erzählen und dann können wir beide auf die Dinge in einem besseren Licht betrachten. Vor Jahren, als ich noch jung war und sogar davor, hatten wir einen Präsidenten namens Franklin Delano Roosevelt. Er hatte eine schwierige Präsidentschaft, aufgrund des Börsencrashs 1929 und dem anschließenden Ansturm auf die Banken. Es half der Situation nicht, dass Amerika auch noch für viele Jahren durch Trockenzeiten ging. Die Kornkammer von Amerika wandelte sich zum Strandanwesen ohne jegliches Wasser. Staub und Dreck flogen für Stunden in die Luft und manchmal sogar für Tage. Für viele gab es kein Essen, keinen Unterschlupf, keine Kleidung, kein Geld und keine Arbeit. Der Dollar war immer noch einen Dollar wert, es waren bloß keine Dollar im Umlauf. Mein Großvater pflegte für einen langen Spaziergang rauszugehen, wenn irgendeine Gesellschaft zum Abendessen zu ihnen ins Haus kam (fast jede Nacht kam jemand vorbei, um bei dem Essen dabei zu sein).  Er ging und ging bis er sicher war, dass die Gäste die Gelegenheit hatten zu Essen und nur dann kam er wieder nach Hause. Das durchschnittliche Tagesgehalt betrug einen Dollar, wenn du einen Job finden konntest. Die meisten Männer arbeiteten füreinander, aufgrund des Arbeitsprogrammes, dass Roosevelt einführte. Es gab die CCC und die WPA (Works Progress Administration) und andere. Die Männer stiegen auf die Trucks  und arbeiteten den ganzen Tag, indem sie Brücken, Straßen, Parks oder irgendetwas anderes,  was man brauchte, bauten. Ein Essen und ein Dollar war alles was sie bekamen, wenn überhaupt. Die Idee dahinter war, dass man einen Job hatte und dem Land half. Aber es gab immer noch kein Geld und sogar die Regierung war mit Notlagen konfrontiert. Wir brauchten etwas, um Geld zu machen. Wir mussten Dinge herstellen und Güter produzieren. Wir mussten neue Technologien herstellen und neue Produkte erfinden. Die Experten stimmten alle überein. Wir mussten Krieg führen.

Es gab jedoch ein Problem. Wir sind grad aus dem „Krieg, um alle Kriege zu beenden!“ herausgekommen. Natürlich können wir es heute W.W.I (World War I) nennen. Damals jedoch wurde es immer noch als Ende aller Kriege angenommen. Und dann kam die Idee, dass wir losziehen müssen, um in Kriegen von anderen zu kämpfen. Wir haben tausende unserer „Doughboys[1]“ verloren, Kinder wurden zu Waisen und Frauen wurden zu Witwen. Eltern verloren ihre jungen Söhne in ihren besten Jahren. Das schmerzte.

Es gab kein Ausmaß an Armut, Hunger oder Pest, die den Amerikanern erlaubt hätte zurück in den Krieg zu kehren. Wir konnten nicht noch eine Situation durchstehen, so wie sie vor über zwanzig Jahren geschehen war. Wir waren einfach nicht darauf vorbereitet. Es gab nichts, dass uns in einen anderen Krieg auf fremden Boden zog. Nichts.

Laut einigen Quellen in der Nähe des weißen Haus, wusste Präsident Roosevelt von dem japanischen Angriff, der für den 7. Dezember 1941 geplant war. Der Bericht besagt, dass er die Information von dem Angriff auf Pearl Harbour hatte, lange bevor es geschah.  Er wusste, dass er die USA nicht in eine Schlacht ziehen lassen konnte, außer es gab eine unglaubliche Begünstigung der Amerikaner. Die USA kam gerade aus dem 1. Weltkrieg. In jenen Tagen nannte man es „The War to End All Wars.“ (Der Krieg, um alle Kriege zu beenden). Schade, dass es nicht so war. Kannst du dir die Mühsal vorstellen, die er durchmachte? Die ganze Zeit wusste er was kommt, bis zur letzten Minute und dann – die Kamikazen kamen aus dem Nichts, eine nach dem anderen. Sie warfen ihre Sprengladung und sie krachten absichtlich in alles rein, wo sie konnten, sodass sie mehr Unfälle verursachten. Es war die schlimmste Attacke gegen Amerika überhaupt.  Und der Präsident wusste von all dem.

Lasst uns einige Fragen stellen. Warum wollten diese Menschen sich umbringen? Erst einmal, wollten sie sterben? Vielleicht hatten sie keine Wahl. Prüfe die Geschichte diesbezüglich. Du wirst erstaunt sein zu erfahren, dass die Japaner eine „Kriegsgott Nation“ waren. Sie lebten für den Krieg. Ihre Religion war der Krieg. Der Krieg wurde als große Ehre betrachtet und der Tod in einer Schlacht das Höchste aller Ehren. Die Eltern der Märtyrer für Japan wurden mit großem Respekt behandelt und die Regierung war verpflichtet sich würdevoll um sie zu kümmern. Japan hatte natürlichen Schutz vor den Feinden, indem sie Berge auf der einen Seite und den Pazifischen Ozean auf der anderen hatten. Sie behaupteten, dass sie niemals besiegt werden könnten. Selbst als sie verloren, blamierte dieser Krieg die Japaner, denn es wurde erwartet, dass ihre Führer das Schwert herausziehen und sich um den Willen der Ehre Japans darauf stürzen (hara-kiri).

Lasst uns jetzt die Kamikazepiloten  näher betrachten und wie alle 100% von ihnen die Mission austrugen ohne jede Überläufer. Eine Sache war die schreckliche Schande, die jeder von ihnen erleiden würde, wenn er sich abkehren und weglaufen sollte.  Aber dies war nicht der stärkste Grund für diese jungen, hilflosen Piloten, um ihre Mission zu erfüllen. Du siehst, sie hatten auch Drogen und Alkohol beladen, um sich „high“ zu fühlen. Als nächstes wurde ihnen nur genug Tank gegeben, um ihr Ziel zu erreichen, nicht um zurückzukehren. Und letztendlich haben sie sich bemüht sicher zu stellen, dass sie nirgendwo anders landen und um ein bisschen Geld zu sparen,  wurde das Fahrwerk ihrer Flugzeuge so hergestellt, dass sie von den Flugzeugen abfielen sobald sie abhoben und  es für ein anders Flugzeug wiederverwendet werden konnte.

Diese armen Jugendlichen durchliefen eine Gehirnwäsche, bis sie dachten, dass sie etwas Gutes für ihr Land und ihren Gott tun. Was bekamen sie? Nichts. Der Name ihrer militärischen Division „Kamikaze“ wurde so lächerlich gemacht, dass es im englischen bedeutet, dass jemand mit einer Selbstmordabsicht fährt.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbour war es sehr leicht die Gesetzesentwürfe durch den Kongress zu bekommen und all die Dinge zu bekommen, die die Demokraten wollten und sogar mehr. Fabriken wurden in den Dienst des Landes gedrängt und ein Gefühl des Patriotismus überkam jeden heißblütigen Amerikaner von einer Küste zur anderen. Arbeitslosigkeit hatte ein Ende. Suppenküchen konnten nun geschlossen werden. Die Leute hatten wieder Arbeit. Fabriken wurden betrieben. Und unsere Jugend ging hinaus, um die Welt von den „Japsen“ zu befreien.

Eine kleine Bemerkung, die ständig und gewöhnlich durch die Geschichtsbücher sickert, ist, dass wir auch die „Konzentrationslager“ für die japanischen Amerikaner gegründet haben. Wir haben sie alle aufgetrieben (und jeden mit orientalischem Erscheinen konnte darein geschmissen werden) und sie für den Fall der Fälle alle in Gefängnisse gesteckt.

Hey. Das ist Amerika.

Die gute Nachricht für uns heute ist, dass wir Muslime sind. Allah wird alles für uns richtig machen, wenn wir geduldig sind und weiterhin darauf hinarbeiten Ihm zu gefallen. Wir müssen unseren Gottesdienst vermehren und unsere Pflichten gegenüber Allah unter Seiner Bedingung erfüllen. Bete als ob du vorher noch nie gebetet hättest. Bitte Ihn. Sei standhaft. Sei geduldig.

Möge Allah uns alle Rechtleiten, ameen.

Salam Ayakum wa Rahmatullah,

Yusuf

 

 

 

 

 



[1] Es handelt sich um die amerikanischen Infanteristen im ersten WK

 

 

Jihad: Eines der am häufigsten missverstandenen Konzepte im Islam

Von M. Amir Ali, Ph.D.

„Islam“ und einige islamische Bezeichnungen und Konzepte werden im Westen in grober Weise falsch verstanden. Die Muslime können die Schuld dafür nur sich selbst geben, weil viele (a) in heutiger Zeit nicht mehr nach den islamischen Grundsätzen leben und (b) verpasst haben, ein Verständnis für den Islam im Westen mit geeigneten Projekten zu propagieren. Dieser Text soll einen bescheidenen Versuch darstellen, die im Titel erwähnten Themen kurz und bündig zu erklären. Das „Institute of Islamic Information & Education“ (III&E) (Institut für islamische Information und Bildung) hat fast 50 Broschüren sowie einige Artikel veröffentlicht, um das Verständnis für den Islam sowohl unter Muslimen als auch unter Nicht-Muslimen gleichermaßen voranzutreiben. Bitte wenden Sie sich an den III&E oder besuchen Sie deren Internetseite, um weitere Informationen zu erhalten.

Einige islamische Ausdrücke

Islam: Bekenntnis zu einem Leben in Frieden, indem man sich dem Willen Gottes (Allah´s) ehrerbietig unterordnet.

Muslim: Person, die sich zu einem Leben in Frieden bekennt, indem sie Allah dient.

Jihad: „Abmühen“ und „Anstrengen“ um böse Gedanken, schlechte Taten und Aggressionen gegen eine Person, eine Familie, eine Gesellschaft oder ein Land zu überwinden. Bei Jihad mag es sich um einen „gerechtfertigten Krieg“ im Sinne des christlichen Terminus handeln.

Mujahid: Person, die den Jihad auf dem Wege Allahs unternimmt, nach den Vorschriften des Korans (die muslimische Quelle für Rechtleitung) und der Sunna (die Lehren des Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm). Mujaheddin ist der Plural von Mujahid.

„Islamischer Terrorismus“: Es gibt einen solchen Ausdruck oder Terminus in den Islamischen Quellen des Koran und der Sunna nicht und daher hat er keinen Platz im Islam.

Sunnah: Der bevorzugte Weg des Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm), der seine Lehren einbezieht. Die Quellen für die Sunnah sind die authentischen Sammlungen der Ahadith (Singular: Hadith) (Dies sind Aufzeichnungen über die Aussprüche, Taten und Billigungen des Propheten).

Die wirkliche Bedeutung von „Jihad“

Jihad wird normalerweise sofort mit Islam und Muslimen in Verbindung gebracht, obwohl das Konzept des Jihad in allen Religionen zu finden ist, einschließlich des Christentums, Judentums und politischen oder ökonomischen Ideologien wie der des Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, usw. Islam definiert Jihad als Abmühen und Anstrengen, um Verbesserungen zu erreichen, wie auch um zur Selbstverteidigung zurückzuschlagen, um Ehre, Hab und Gut und das Heimatland zu verteidigen. Jihad ist folglich als Kampf gegen das Böse zu verstehen, sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Individuums und einer Gesellschaft. Jihad im Islam meint alle Taten und ist nicht auf die folgenden beschränkt:

Islam zu lernen, zu lehren und zu praktizieren in allen Lebenssituationen und zu jeder Zeit, um die höchste und beste Bildung zu erlangen, um daraus Nutzen für sich selbst, für die eigene Familie und für die Gesellschaft zu ziehen.

Ein Bote des Islam zu sein, überall, in jedem Verhalten und jeder Handlung.

Böse und falsche Handlungen zu bekämpfen und Gerechtigkeit mit ganzer Kraft durchzusetzen: mit der eigenen Hand (Taten), der eigenen Zunge (Worte) und vor allem mit dem eigenen Herz (Gebet).

Auf den Aufruf zum Jihad zu antworten, indem man Spenden, Fleiß, Weisheit und das eigene Leben gibt. Dabei niemals gegen einen muslimischen Bruder, ein muslimisches Land zu kämpfen oder gegen eine nicht-Muslimische Gesellschaft, die die Verträge einhält und keine Handlungen gegen den Islam und die Muslime unternimmt.

Selbstmord steht in keinem Zusammenhang mit dem Jihad des Islam in Verbindung.

Menschen mit Gewalt dazu zu bringen, zum Islam zu konvertieren ist niemals Inhalt des Jihad sondern ein Verbrechen das durch das Gesetz bestraft werden kann.

Das Konzept, dass muslimische Männer aufbrechen, um sich selbst zu töten um „70 tanzende Jungfrauen“ im Paradies zu erhalten ist naives Denken.

Was wirklich hinter der Sache steckt sind die „Gefährten des Paradieses“, von denen erwähnt wird, wie rein sie sind und wie weit entfernt von Allem, was wir uns auf der Erde vorstellen können, so dass wir sie uns „jungfräulich“ vorstellen und „unberührt“ von Männern oder Teufeln.

Die Worte „ewige Jungfräulichkeit“ sollten dem Leser – selbst im Deutschen – die Vorstellung etwas auf Erden unvorstellbaren geben.

Im Arabischen kann die Bedeutung dieser Worte auf nichts anderes als auf die Unschuld und Reinheit dieser Gefährten hinweisen.

Die Stufen des Jihad

Ein persönlicher Kampf mit dem eigenen Selbst, um sich Allah (t) zu unterwerfen. Der Kampf gegen das Böse in sich selbst, um höhere Moral und bessere Bildung zu erlangen – der innere Jihad.

Jihad gegen das Böse, die Ungerechtigkeit und Unterdrückung in sich selbst, der Familie und der Gesellschaft – Sozialer Jihad.

Jihad gegen Alles, was einen Muslim von der Hingabe an Gott (Allah) abhält, was die Menschen davon abhält, den Islam kennenzulernen, zur Verteidigung einer muslimischen Gesellschaft (eines Landes), Vergeltung für Tyrannei und/oder gegen die gewaltsame Vertreibung von Muslimen aus ihren Heimatländern – Physischer Jihad oder bewaffneter Kampf.

Der Koran definiert den Physischen Jihad als die höchste Stufe des Jihad, die ein Mensch unternehmen kann. Die Belohnung dafür ist die Ewigkeit im Paradies. Muslimen ist auch bewusst, dass die Menschen für alles, was sie in ihrem Leben auf der Erde getan haben zur Rechenschaft gezogen werden. [Die Menschen] werden am Tag des Jüngsten Gerichts befragt werden, was sie in ihrem Leben getan haben und über die Stufe, auf der sie Allah (t) gedient haben.

Ist Jihad „Heiliger Krieg“?

Im Islam gibt es so etwas wie einen heiligen Krieg nicht. Diese Terminologie ist eine europäische Erfindung aus der Zeit der Kreuzzüge und der Kriege gegen die Muslime. Der Islam erkennt Juden und Christen als „Leute des Buches“ an, da sie alle dem Propheten Abraham folgen und an die Lehren Mose und Jesu glauben. Viele Jahrhunderte lang lebten Muslime friedlich mit Christen, Juden und Menschen anderer Glaubensvorstellungen zusammen und pflegten mit ihnen soziale, wirtschaftliche, politische und ökonomische Beziehungen. Der Islam respektiert alle Menschen und Glaubensrichtungen, solange es keine Religiöse Unterdrückung gibt, Muslime nicht vom Glauben an Allah (t) abgehalten werden, Andere nicht daran gehindert werden, über den Islam zu lernen und Verträge nicht übergangen werden. Wenn Sie mehr Informationen über dieses Thema erhalten möchten, empfehlen die Herausgeber dieses Artikels die Broschüre „Jihad Explained“ (Jihad erklärt), Broschüre Nr.18 des III&E.

Wer ist befugt, den Jihad als Krieg auszurufen?

Der Jihad muss gemäß den islamischen Regeln und Vorschriften ausgeführt werden, Allein um Allah´s (t) Willen und um Ihm zu dienen. Der physische oder militärische Jihad muss von einer muslimischen Autorität ausgerufen werden, etwa dem Präsidenten oder dem Regierungschef eines Landes, nachdem er sich mit der religiösen Führungsschicht ausreichend darüber auseinandergesetzt hat.

Was sagt Islam über Terrorismus?

Der Ausdruck „Terrorismus“ existiert nicht im Koran oder in den Lehren des Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm). Wenn die Ausdrücke „Terrorist“ oder „Terrorismus“ von einem Verb abgeleitet werden können, das im Koran steht, wie in Sura 5:331, wo die terroristischen Aktivitäten eines „Muslims“ beschrieben werden, handelt es sich hierbei um eine Verurteilung, die die schwerstmögliche Strafe beschreibt. Der Islam ist eine Religion und eine Lebensweise, die Politik nicht von Religion trennt. Der Islam ist eine Religion der Gnade, der Einheit und vor Allem des Friedens – sowohl mit sich selbst, als auch mit Anderen – der Verteidigung und nicht des Kampfes. Allah (t) sagt in ungefährer deutscher Übersetzung in seinem Buch, dem Koran:

„Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiss, Allah liebt die Gerechten.“  [Koran 60:8]

„Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.“ [Koran 2:190]

„Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu und verlasse dich auf Allah! Gewiss, Er ist ja der Allhörende, der Allwissende.“ [Koran 8:61]

„Und der Hass, den ihr gegen (bestimmte) Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, dass ihr nicht gerecht handelt. Handelt gerecht. Das kommt der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Allah. Gewiss, Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.“ [Koran 5:8]

„Die Vergeltung für eine böse Tat ist etwas gleich Böses. Wer aber verzeiht und Besserung bringt, dessen Lohn obliegt Allah. Er liebt ja nicht die Ungerechten.“ [Koran 42:40]

„Nicht gleich sind die gute Tat und die schlechte Tat. Wehre mit einer Tat, die besser ist, (die schlechte) ab, dann wird derjenige, zwischen dem und dir Feindschaft besteht, so, als wäre er ein warmherziger Freund.“ [Koran 41:34]

Einige der Lehren des Propheten Muhammad (Sunnah)

Er verbot muslimischen Soldaten, Frauen, Kinder und ältere Menschen zu töten. Außerdem verbot er, eine Palme umzuschneiden und wies sie an: „Betrügt nicht, übertreibt nicht, tötet keine neugeborenen Kinder.“

„Wer auch immer eine Person tötet, die einen Vertrag mit den Muslimen hatte, wird den Duft des Paradieses nicht riechen, und das obwohl sein Duft bis zu einer Entfernung von 40 Jahren zu riechen ist.“

„Die erste Tat, die unter den Menschen am Tag des Jüngsten Gerichts verhandelt werden wird ist die der Blutschuld.“ Das Töten ist die zweitgrößte Sünde im Islam.

„Wahrhaft, euer Blut, euer Eigentum und eure Ehre sind unverletzlich.“

„Es gibt einen Lohn für Freundlichkeit, die jedem lebenden Tier oder Menschen zuteil wird.“

Islam und Menschenrechte

Der Koran und die Sunnah bestärken Muslime, das Leben und das Eigentum eines Jeden zu respektieren.

In einem Islamischen Staat werden diese Rechte hochgehalten, egal ob eine Person Muslim ist oder nicht.

Islam schützt die Ehre und verbietet, dass man sich über Andere lustig macht oder sie beleidigt.

Im Islam erfährt kein Individuum und keine Nation eine Bevorzugung aufgrund ihres Reichtums, ihrer Macht und/oder ihrer Rasse.

Jeder Muslim glaubt, dass Allah (t) alle Menschen frei und gleich geschaffen hat und dass sie sich voneinander nur unterscheiden aufgrund ihrer Gottesfurcht und ihrer Frömmigkeit und niemals aufgrund ihrer Rasse, Farbe oder Ethnie.

Islam ist eine praktisch orientierte Religion, die alle Menschen respektiert und die für die ganze Menschheit herab gesandt wurde.  Seine Botschaft ist die des Friedens und der Hinwendung zu Allah (t). Muslime glauben an alle Propheten, die in der Bibel und im Koran erwähnt werden. Der Koran hat viele moralische Lehren mit dem Alten und dem Neuen Testament gemein. Diese drei Religionen (und ihre Schriften) wurden aufgrund der Offenbarungen des Einen Einzigen Gottes, Allah´s begründet. Wenn Sie mehr Informationen über dieses Thema erhalten möchten, empfehlen die Herausgeber dieses Artikels die Broschüre „Human Rights in Islam“ (Menschenrechte im Islam), Broschüre Nr.7 des III&E.

Jihad in der Bibel

Lassen sie uns betrachten, was die Bibel über den Jihad im Sinne von Krieg und Gewalttätigkeit beinhaltet. Die folgenden Verse sind aus der Bibel (Lutherbibel 1912)

„Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben. Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt.“ [Exodus 22:18-20]

„Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Lager, und erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten. Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.“ [Exodus 32:27-28]

„Und der HERR redete mit Mose und sprach: Räche die Kinder Israel an den Midianitern, daß du darnach dich sammelst zu deinem Volk. Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war.[…] Dazu die Könige der Midianiter erwürgten sie samt ihren Erschlagenen, nämlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwürgten sie auch mit dem Schwert. Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie, und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnungen und alle Zeltdörfer. Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh […]Und Mose ward zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen? […] So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Männer erkannt und beigelegen haben; {~}  aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Männer erkannt haben, die laßt für euch leben.“ [Numeri 31:1-18]

(und Jesus sprach) „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“ [Lukas 19:27]

„Da sprach er (Jesus) zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche; wer aber nichts hat, verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.“ [Lukas 22:36]

Unterschiedliche Behandlung

Muslime sind Anhänger einer Religion des Friedens, der Gnade und der Vergebung. Wenn ein einzelner Muslim einen terroristischen Akt unternimmt, macht er sich gegen die absoluten Grundlagen des Islam schuldig.

Als Timothy McVeight das Stadtgebäude von Oklahoma in die Luft jagte, wurde kein Amerikaner oder Christ als Terrorist abgestempelt und es wurde auch keiner zum Opfer von Hass-Verbrechen. Wenn irische Christen terroristische Anschläge gegeneinander und gegen die Britischen Inseln verüben, wird der christlichen Religion nicht die Schuld gegeben, sondern den Individuen und ihren politischen Ansichten. Unglücklicherweise trifft dies nicht auf amerikanische Muslime und Araber zu. Obwohl die große Mehrheit von Muslimen oder Arabern nichts mit Gewalt zu tun hat, wird der Islam ständig mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Dies ist ein Unrecht 1,5 Milliarden Muslimen und der Religion des Islam gegenüber.

Kriterien für Schuld

 In dubio pro reo (im Zweifel für den Angeklagten) ist neben der Freiheit eine allgemein akzeptierte Regelung der Gerichtsbarkeit für die ganze Menschheit. Jedoch misslang es den USA, die gleichen Prinzipien für Nicht-Amerikaner gültig zu machen. Im Gegenteil, die USA verhandeln die Fälle von Arabern und Muslimen vor geheimen Militär-Tribunalen, da die mangelnden Beweise für eine öffentliche Verurteilung nicht ausreichen würden.

Möge Allah (t) uns alle schützen und unsere Herzen von Missverständnis, Böswilligkeit, Hass und Zorn befreien.

 

1(Anmerkung des Übersetzers): Die genannte Koranstelle lautet nach der ungefähren Übertragung der Bedeutungen ins Deutsche von As-Samit und Bubenheim: „Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), dass sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe, - außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, dass Allah Allvergebend und Barmherzig ist. [Koran 5:33-34]