Gewalt im Islam?

Von M. Amir Ali, Ph.D.

  • Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten.“ [Der edle Quran 2:190]
  • Und (für jene) die sich wehren, wenn ihnen Gewalt angetan wird.“ [Der edle Quran 42:39]

Gewalt ist der Gebrauch von Macht, um andere zu unterdrücken, was auch das Töten beinhalten kann. In den Augen der Mehrheit der Menschen könnte Gewalt moralisch legitimiert sein, wenn man Tiere und Vögel zur Selbstverteidigung oder zur Ernährung tötet. Jedoch ist in der Religion des Jainismus und manch anderer Sekten des Buddhismus und Hinduismus sogar das Töten von Tieren und Insekten nicht legitimiert.

Auf der menschlichen Ebene kann Gewalt in drei Hauptarten unterteilt werden:

  1. Gewalt, die von einer Armee gegen eine andere Armee ausgeübt wird; in diesem Fall wird es Kampf oder Krieg genannt.
  2. Gewalt, die von den Bürgern gegen Tyrannei oder Unterdrückung oder zum Ersetzen eines politischen Systems durch ein anderes, organisiert wird; in diesem Fall kann der Konflikt Terrorismus, Bürgerkrieg oder Befreiungs- oder Freiheitskrieg genannt werden, je nach dem wer spricht und
  3. Gewalt, die von Individuen oder einer kleinen Gruppe von Menschen aus persönlichem Nutzen oder Rache begangen wird; in diesem Fall wird es dementsprechend Mord, Raub oder Blutrache genannt.

Gemeinhin wird die Bedeutung des Wortes Islam als Frieden und auch Unterwerfung bezeichnet. „Gewalt im Islam“ ist ein Oxymoron; eine bedeutungslose Formulierung. In der heutigen muslimischen Weltsituation wird die Frage, „Gewalt im Islam?“, zu einer relevanten Frage. Die Anti-Islam-Kämpfer, solche wie christliche Fundamentalisten, Zionisten jeder Farbe und Art, Russen, Serben, hinduistische Fundamentalisten und andere, lieben es sich auf die fein herausgepickten Verse des Qurans zu beziehen, um zu zeigen, dass Islam Terrorismus und Gewalt bedeutet und nicht Frieden. Unglücklicherweise wurden die ignoranten Massen des Westens seit ihrer Schultage so aufgezogen, dass sie glauben, dass der Islam Terrorismus und Gewalt bedeutet. Zusätzlich lieben die pro-zionistischen Medien es, die Massen dadurch zu erfreuen, dass sie diesen Glauben bestärken und den Islam im Westen unpopulär halten, um dessen Verbreitung zu verhindern. Die Zionisten sehen die steigende Anzahl der wählenden Muslime in der Bevölkerung im Westen als eine Gefahr für die Existenz der israelischen Instanz, dabei würden sie lieber die Präsenz des Islams im Westen, vor allem in der USA, vernichten.

Seit dem Terroranschlag vom 9.11. in New York, ist 9:5 der meist zitierte Quranvers zur Unterstützung der falschen Behauptung der Tötung von Nicht-Muslimen und dem Zwang, dass sie zum Islam konvertieren, wenn sie es verweigern. Die Bedeutung dieses einen Verses kann am besten verstanden und eingeschätzt werden, wenn der Leser volles Hintergrundwissen bezüglich des Kontextes der Offenbarung und der Botschaft, die im Gesamten übermittelt wurde, hat. Surah (Kapitel) 9 hat zwei Namen, At-Tawbah und Bara`ah, was jeweils Reue und Freiheit von der Bindung (Verleugnung) bedeutet. Die Verse 1-37 der Surah 9 wurden als Block offenbart und die Verse 1-16 stellen den Kontext des Verses 5 dar. Lasst mich die Übersetzung aller 16 Verse (im englischen von Zafar Ishaq Ansari`s Towards Understanding the Quran, Vol. 3, pp 187-195) zitieren.

  • „[1] (Dies ist) eine Lossprechung (von jeglicher Verpflichtung) seitens Allahs und Seines Gesandten (Muhammad); (sie ist) an diejenigen Götzendiener (Mushrikin) (gerichtet), mit denen ihr ein Bündnis abgeschlossen habt. [2] So zieht denn vier Monate lang im Lande umher und wisset, dass ihr euch Allahs nicht entziehen könnt und dass Allah die Ungläubigen (Kafirin) demütigen wird. [3] Und (dies ist) eine Ankündigung von Allah und Seinem Gesandten (Muhammad) an die Menschen am Tage der großen Pilgerfahrt (Al-Hajj Al-Akbar), dass Allah der Götzendiener (Mushrikin) ledig ist und ebenso Sein Gesandter. Bereut ihr also, so wird das besser für euch sein; kehrt ihr euch jedoch ab, so wisset, dass ihr Allahs (Plan) nicht zuschanden machen könnt. Und verheiße denen schmerzliche Strafe, die ungläubig sind. [4] Davon sind diejenigen Götzendiener (Mushrikin) ausgenommen, mit denen ihr einen Vertrag eingegangen seid und die es euch an nichts haben fehlen lassen und die keine anderen gegen euch unterstützt haben. Diesen gegenüber haltet den Vertrag bis zum Ablauf der Frist ein. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die (Ihn) fürchten (Muttaqin). [5] Und wenn die heiligen Monate (Al-Ashhur ul-Hurum) abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener (Mushrikin), wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet (As-Salat) verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig; [6] und wenn einer der Götzendiener (Mushrikin) bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind. [7] Wie kann es einen Vertrag geben zwischen den Götzendienern (Mushrikin) und Allah und Seinem Gesandten – allein die ausgenommen, mit denen ihr bei der heiligen Moschee (Al-Masjid Al-Haram) ein Bündnis eingingt? Solange diese euch die Treue halten, haltet ihnen die Treue. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die (Ihn) fürchten (Muttaqin). [8] Wie? Würden sie (Mushrikin) doch, wenn sie euch besiegten, weder Bindungen noch Verpflichtungen euch gegenüber einhalten! Sie würden euch mit dem Munde gefällig sein, indes ihre Herzen würden sich weigern; und die meisten von ihnen sind Frevler (Fasiqun). [9] Sie verkaufen Allahs Zeichen für einen geringen Preis und halten von Seinem Weg ab. Übel ist wahrlich, was sie tun. [10] Sie achten keine Bindung und keine Verpflichtung gegenüber einem Gläubigen; und sie sind die Übertreter (Mu`tadun). [11] Bereuen sie aber und verrichten sie das Gebet (Salat) und entrichten sie die Zakah, so sind sie eure Brüder im Glauben. Und wir machen die Zeichen klar für die wissenden Leute (Ya`lamun). [12] Wenn sie aber nach ihrem Vertrag ihre Eide brechen und euren Glauben angreifen, dann bekämpft die Anführer des Unglaubens (A`immatul Kufr) – sie halten ja keine Eide -, so dass sie (davon) ablassen. [13] Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und die den Gesandten zu vertreiben planten – sie waren es ja, die euch zuerst angegriffen haben? Fürchtet ihr sie etwa? Allahs Würde geziemt es eher, dass ihr Ihn fürchtet, wenn ihr Gläubige seid. [14] Bekämpft sie; so wird Allah sie durch eure Hand bestrafen und demütigen und euch gegen sie helfen und den Herzen eines gläubigen Volkes Heilung bringen; [15] und Er wird die Wut aus ihren Herzen bannen. Und Allah kehrt Sich gnädig dem zu, dem Er will. Und Allah ist Allwissend, Allweise. [16] Meint ihr etwa, ihr würdet (in Ruhe) gelassen, wo Allah doch noch nicht jene von euch gezeichnet hat, die (in Seiner Sache) kämpfen und sich keinen zum Vertrauten nehmen außer Allah und Seinem Gesandten und die Gläubigen? Und Allah weiß recht wohl, was ihr tut.“ [Der edle Quran 9:1-16]

Keinen Zwang oder Nötigung 2:256

Die Verse des Qurans sind deutlich bezüglich des Befehlens an die  Gläubigen, dass es keine Nötigung oder Zwang im Konvertieren zum Islam gibt. Die Geschichte von 14 Jahrhunderten ist der Beweis, dass die Muslime keinen zielbewussten Zwang, dass die Menschen zum Islam konvertieren, ausübten. Eine Übersetzung eines Verses ist unten angeführt:

  • „Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.“ [Der edle Quran 2:256]

Die Muslime haben dieses Gebot geehrt und sie waren vorsichtig darin, die Menschen nicht zum Annehmen des Islams zu zwingen. Die besten Beispiele sind Spanien, Indien und Osteuropa, wo Muslime mit Armee eintraten und das Land eroberten, jedoch blieben diese Länder größtenteils nicht-muslimisch. Andererseits wurde die Bevölkerung der Länder in Subsahara-Afrika, Indonesien und  Malaysia mehrheitlich muslimisch, obwohl dort niemals muslimische Armeen eintraten, wurden sie mehrheitlich zu muslimischen Ländern. In unserer Zeit, im 21sten Jahrhundert, trat keine muslimische Armee in Nordamerika oder Europa ein, nichtsdestotrotz konvertieren Millionen Menschen aus eigenem Willen zum Islam.

Ein Prinzip zum Verständnis des Qurans ist, dass ein Vers (Ayah) (a) im Kontext der sie umgebenden Verse gelesen werden sollte, und nicht isoliert, (b) im Kontext ihrer Offenbarung, die man in den Hadithsammlungen finden kann, gelesen werden sollte und (c) im Kontext des ganzen Qurans. Ein viertes häufig dargestelltes Erfordernis ist, die verwendeten Worte, den Ausdruck und die Formulierungen zu betrachten und wie sie von den Gefährten des Propheten und den folgenden zwei Generationen (Salaf) verstanden wurden. Dies bedeutet einfach einige Kommentare zum Quran aus dem klassischen Zeitalter zu lesen und herauszufinden, wie sie einen offenbarten Vers oder Passage verstanden und erklärt haben. Kein Arabisch zu können ist keine Entschuldigung, weil im 20sten Jahrhundert einige Kommentare des Qurans in englischer Sprache erschienen sind und diese Autoren haben die früheren Kommentatoren zusammengefasst; einige von ihnen sind Tafsir Ibn Kathir, Towards Understandig the Quran (worauf sich oben bezogen wird), Muhammad Asad und Abdullah Yusuf Ali. Es gibt zwei Übersetzungen und Kommentare in den Arbeiten, eine von Dr. Irfan Ahmad Khan, welche in Indien publiziert wurde und die andere von Dr. Ahmad Zaki Hammad, welche von der Al-Azhar Universität, in Kairo in Ägypten, veröffentlich wurde. Einige Teile der beiden Arbeiten wurden veröffentlicht.

Ein weiterer Aspekt zum Verständnis der Verse des Qurans ist das Zeitbild zur Anwendung ihrer Bedeutung. Ein Vers oder eine Passage kann eine spezielle Bedeutung für eine bestimmte Zeit der Offenbarung haben und es findet nach dieser Zeit keine Anwendung mehr. Oder ein Vers oder eine Passage kann auch eine generalisierte Bedeutung für alle kommenden Zeiten seit der Offenbarung haben.

Definitionen:

Diejenigen, die Quranverse zitieren, mit dem Ziel diesen und den Islam zu kritisieren, haben keine der oben genannten Anforderungen eingehalten und interpretieren die Verse nach Lust und Laune. Diese Leute besitzen keine Objektivität, aber Bosheit und Vorurteile. Bevor ich die oben genannten Verse erläutere, würde ich gerne einige Definitionen einiger Begriffe des Qurans anführen. Die Schreibweise der folgenden Begriffe kann von Autor zu Autor variieren, wenn es in eine europäische Sprache transliteriert wird.

MUSLIME: Diejenigen, die an einen Gesandten/Propheten Allahs glauben und seinen Lehren folgen; demzufolge, waren alle Anhänger aller Propheten seit der Zeit Abrahams Muslime, inklusive den Anhängern Muhammads.

MUNAFIQ: (sing.) Technisch ist ein Munafiq ein Moslem, aber wegen der Abwesenheit eines wahren Glaubens an den Islam, betrachtet Allah ihn als einen Heuchler. Der Quran beinhaltet hunderte Verse über Munafiqun oder Munafiqin, weil sie die Ursache der größten Gefahr für den Islam und den Muslimen sind, vielmehr noch als die schlimmsten nicht-muslimischen Feinde des Islams. Dies ist auch in unserer Zeit wahr. All diese „Muslime“, die den Feinden des Islams helfen einen Krieg gegen den Islam und gegen die muslimischen Gesellschaften zu führen, sind sicherlich Heuchler.

BANI ISRAEL (YAHUD): Alle Menschen, die den Propheten, angefangen von Moses, bis hin zum letzten Propheten vor Jesus, folgten.

NASARA: Dieser Begriff wird nur für Christen benutzt. Manche Gelehrten denken, dass dieser Begriff von Nazareth abgeleitet ist, aber andere wiederum denken, dass es vom arabischen Wort für Helfer abgeleitet ist.

AHL AL-KITAB: Dies bedeutet „Menschen des Buches“, beide, sowohl Christen, als auch Juden oder je nach dem Kontext, nur Juden oder nur Christen.

MUSHRIK: (sing.) Mushrikun oder Mushrikin (plural). Dies bezieht sich insbesondere auf die Götzenanbeter Arabiens, die zur Zeit des Propheten lebten. Die meisten von ihnen konvertierten zum Islam, aber einige Konvertierten zum Christentum; es leben keine Mushrikun mehr auf der arabischen Halbinsel. In unserer heutigen Zeit würden Hindus, Buddhisten und alle anderen Menschen, die einen Götzen anbeten, unter diese Kategorie fallen.

KAFIR: (sing.) Kafirun oder Kafirin (plural). Diese sind Nicht-Muslime, die den Islam, nachdem sie ihn durch authentische Quellen kennenlernten, ablehnen. Siehe auch die Quranverse 2:6-7, die über sie sprechen. Ich würde den Begriff als „Islam-Verweigerer“ übersetzen, aber die Unwissenden übersetzen ihn als „Ungläubige“. Unglücklicherweise benutzen ignorante Übersetzer den Begriff „Ungläubige“ sowohl für Mushrik, als auch für Kafir, obwohl dies zwei verschiedene Begriffe sind.

JAHIL: (sing.) Juhala´oder Jahilun oder Jahilin (plural): Literarisch bedeutet es eine unwissende Person, aber als ein Begriff des Qurans bedeutet es, solche unwissende Menschen, die in Unkenntnis bezüglich islamischer Lehren sind und die keine Möglichkeit des Annehmens oder Verweigerns des Islams haben. Sobald eine Person den Islam verweigert, nachdem er die Lehren aus authentischen Quellen erfahren hat, wird diese Person zu einem Kafir.

JIHAD: Dieser Begriff wird oft falsch als „heiliger Krieg“ übersetzt. Im Islam gibt es so was wie einen heiligen Krieg nicht, weil alle Kriege schmutzig sind, jedoch sind manche Kriege unvermeidlich. Der christliche Begriff „gerechtfertigter Krieg“ ist auch im Islam anwendbar. Literarisch bedeutet Jihad „sich bemühen“ oder „sich anstrengen“. Für eine bessere Abhandlung zu diesem Thema siehe den Artikel JIHAD EXPLAINED (Jihad erklärt).

QITAL (HARB): Qital bedeutet „Kampf“ und Harb bedeutet „Krieg“, was auch die Begriffe sind, die für einen richtigen Krieg benutzt werden und diese beiden Begriffe bedeuten Kampf und Krieg.

WALI: (sing) Awlia´ (plural). Der Begriff Wali wird gemeinhin als „Freund“ übersetzt, was zu einem Anstieg der Missverständnisse über die Botschaft des Qurans führt. Je nach Kontext kann es Freund bedeuten, aber viel öfters bedeutet es „Beschützer“ oder „beschützender Freund“ oder „Verbündeter“, was viel mehr ist, als ein einfacher Freund.

In der oben zitierten Passage 9:1-16 ist der in den Versen 1,2,3,4,5,6 und 7 benutzte Begriff Mushrikin, was bedeutet, dass niemand anderes als die Götzenanbeter (Mushrikin) Mekkas gemeint sind. Ein weiterer Aspekt, der zu bemerken ist, ist, dass es nur an diejenigen gerichtet ist, die gegen den Friedensvertrag mit dem Propheten Muhammad verstoßen haben. Dieses Thema wiederholt sich in all diesen Versen bis hin zu 9:16. Selbstverständlich weist Allah im Quran den Propheten Muhammad an, sich von der Verbindlichkeit des Friedensvertrages, bekannt als Vertrag von Hudaybiah, zu befreien; den er im Jahre 6 n.H. für einen zehnjährigen Zeitraum geschlossen hatte. Aber die Götzendiener der Quraysh brachen den Vertrag im zweiten Jahr und überfielen einen Stamm, der zu den Verbündeten des Propheten gehörten. Der Vers gibt eine spezielle Anleitung dazu, diejenigen zu bekämpfen, die den Vertrag brachen und Verbündete des Propheten töteten. Die Bedeutung des Verses erstreckt sich nicht auf andere Nicht-Muslime, außer unter den gleichen Konditionen. Diejenigen, die niemals Verbündete des Propheten waren, haben keinen Vertrag, den sie brechen können. Der Islam verbietet Angriffe gegen die, die die Muslime nicht angegriffen haben. Dieser Aspekt bringt uns zu den Versen 2:190-194.

In dem Vers 9:5 gibt es die Erwähnung der „Al-Ashhur ul-Hurum“, was die Monate des Verbotes bedeutet, manchmal auch als heilige Monate übersetzt, welche da sind Rajab, Dhul Qi`dah, Dhul Hijjah und Muharram, der 7te, 11te, 12te und erste Monat des arabischen Mondkalenders. Der Monat Rajab wurde für die Umrah oder der kleinen Hajj reserviert und die anderen drei Monate waren für die Hajj, der großen Pilgerfahrt nach Makkah, gedacht. Während dieser Monate feierten die Araber für gewöhnlich den Frieden für die Sicherheit für die Rückreise nach Mekka und jeglicher Krieg oder Plünderung wurde als verboten betrachtet. Jedoch fanden sie eine Hintertür, um diese Monaten der Sicherheit zu brechen und erfanden den Brauch der Nasi. In dieser Erfindung konnten sie einen wirklich verbotenen Monat mit einem nicht-verbotenen Monat vertauschen und konnten somit auf Plünderung und Krieg gehen und die schwächeren Reisenden überraschen. Der Islam behielt die Sitte der verbotenen Monate, aber schaffte den Brauch von Nasi ab.

Die Quranverse 2:190-194.

Die Übersetzung dieser Verse ist unten angeführt;

  • „Und kämpft (qatilu) auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten (Mu`tadin). (191) Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee (in Makkah), bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen (Kafirin). (192) Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. (193) Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun (Adh-Dhalimin). (194) Der heilige Monat ist für den heiligen Monat, und für die geschützten Dinge ist Wiedervergeltung (bestimmt). Wer nun gegen euch gewalttätig handelt, gegen den handelt in gleichem Maße gewalttätig, wie er gegen euch gewalttätig war, und fürchtet Allah und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“ [Der edle Quran 2:190-194]

In den Versen 190-191, die oben angeführt sind, ist es offensichtlich, dass Allah den Muslimen im Quran befiehlt, gegen die zu kämpfen, die den Kampf angefangen haben, aber nicht mehr zu tun, als das was nötig ist, um den Angriff zurück zu weisen, weil Allah die Übertreter nicht liebt, was dann der Fall ist, wenn man über die Grenzen hinaus geht. Der Vers 192 legt noch weiteren Nachdruck darauf, die Angreifer aus euren Häusern, eurem Eigentum und vielleicht auch aus eurem Land zu vertreiben, um ihre Besetzung zu entfernen.

Der Vers 193 betont, dass Unrecht und Verfolgung schlimmer sind als Töten, deswegen liegt es in der Verantwortung eines Muslims Unrecht und Verfolgung zu entfernen und daran zu arbeiten Gerechtigkeit und Gleichheit entsprechend den Regeln des Islams herzustellen.

Der Vers 194 bezieht sich auf die heiligen oder den Monaten des Verbotes eines Krieges; der Befehl liegt darin die Monate zu ehren, aber wenn die Gegner diese missachten, so ist es den Muslimen erlaubt in entsprechender Weise zu reagieren. Ebenso dürfen die Muslime, wenn die Gegner sie angreifen, in gleichem Maße reagieren, aber dabei nicht die Grenzen missachten oder maßlose Gewalt zu benutzen. Das Anwenden von maßloser Gewalt ist ein heidnisches Konzept, wie es die USA im Irak oder Afghanistan tut.

Quran 5:33-34. Ein weiterer Vers, der oft zitiert wird, um den Quran anzugreifen, ist 5:33, aber dieser muss zusammen mit 5:34 gelesen werden. Eine Übersetzung ist unten gegeben:

  • „(33) Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. (34) Ausgenommen davon sind jene, die bereuen, noch ehe ihr sie in eurer Gewalt habt. So wisset, dass Allah Allvergebend, Barmherzig ist.“ [Der edle Quran 5:33-34]

Diese beiden Verse wurden als Antwort zu dem Abkommen eines oder mehrerer „Muslime“, die zurück zu seiner/ihrer vorherigen Religion gekehrt sind und zu Terroristen und Straßenräubern wurden, die Handelskarawanen plünderten, offenbart. Zusätzlich begannen sie die Feinde des Propheten Muhammads und der Muslime dazu zu ermutigen, den Stadtstaat Madinah zu zerstören. Allahs Befehl, sie zu bekämpfen und sie zu überwältigen, gefolgt von dem Befehl sie zu töten oder sie zu kreuzigen oder ihnen wechselseitig Hände und Füße abzuschneiden oder sie gefangen zu nehmen, kam. Wenn sie sich jedoch selbst stellen, bevor sie durch Kraft überwältigt wurden und um Vergebung baten, dann solle ihnen vergeben werden. Ihr Bitten um Vergebung beinhaltet ihre freiwillige Rückkehr zum Islam. Offensichtlich handeln diese Verse nicht von Nicht-Muslimen oder sie zu zwingen zum Islam zu konvertieren.

Solch ein Abkommen wird auf alle Abtrünnigen verteilt, die Verrat mit Abtrünnigkeit verbinden. Also dasselbe Schicksal ereilt die Straßenräuber und Terroristen, die abscheuliche Straftaten begehen, nachdem unter der islamischen Regierung Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit hergestellt wurde. In der Abwesenheit einer islamischen Regierung ist weder Frieden, noch Gerechtigkeit und Gleichheit möglich, sondern eine Tyrannei der einen oder der anderen Art. In der heutigen muslimischen Welt (2004 CE) gibt es kein einziges „islamisches“ Land, das eine islamische Regierung hat, aber es gibt mehr als fünfzig Länder mit muslimischer Mehrheit, die eine tyrannische Regierung haben und die meisten von ihnen sind Marionetten, entweder der europäischen oder der amerikanischen Macht. Selbstverständlich gibt es dort keinen Frieden, keine Gerechtigkeit und keine Gleichheit, sondern Chaos, Morde, Verfolgung, Ausbeutung, Plünderung des Geldes der Menschen und Tyrannei. Diese Länder werden von den Kriminellen regiert, die von den Feinden des Islams, die Herrscher in Europa und Amerika sind, unterstützt und verteidigt werden.

Quran 4:74-76.

Diese Verse sind Teil des Abschnitts 4:71-76, aber ich werde die ersten drei Verse überspringen, da sie einfach zu verstehen sind. Die Übersetzung ist unten angeführt:

  • „(74) Lasst also für Allahs Sache diejenigen kämpfen (yuqatil), die das irdische Leben um den Preis des jenseitigen Lebens verkaufen. Und wer für Allahs Sache kämpft, alsdann getötet wird oder siegt, dem werden Wir einen gewaltigen Lohn geben. (75) Und was ist mit euch, dass ihr nicht für Allahs Sache kämpft (la tuqatiluna) und für die der Schwachen – Männer, Frauen und Kinder -, die sagen: „Unser Herr, führe uns heraus aus dieser Stadt, deren Bewohner ungerecht sind, und gib uns von Dir einen Beschützer, und gib uns von Dir einen Helfer.“? (76) Die da glauben, kämpfen (yuqatiluna) für Allahs Sache, und die nicht glauben (kafaru), kämpfen für die Sache des Teufels; darum kämpft gegen die Anhänger Satans (Shaytan)! Wahrlich, die List des Satans ist schwach.“ [Der edle Quran 4:74-76]

[Bemerke, dass das Wort Jihad oder seine Derivate in diesen Versen nicht benutzt wurde. Die Wörter für Kampf sind vom Wortstamm Qatala abgeleitet.]

Der Hintergrund dieser Verse ist der Kampf in Uhud, der im Jahre 3 n.H. in der Nähe von Madinah stattfand. Ein Jahr vor dem Kampf von Uhud, haben die mekkanischen Heiden eine gut ausgestattete Armee von 1000 Mann eingebracht, mit dem Plan den Propheten und seine Gefährten zu vernichten. Aber der Prophet fing sie 60 Meilen südlich von Madinah ab, in Begleitung von 313 Begleitern; dies war eine sehr ärmlich ausgerüstete Schar von Muslimen. Der Prophet und seine Begleiter waren siegreich und alle Hauptanführer der heidnischen Quraysh wurden getötet und sie verloren 70 Soldaten. Die Makkaner kehrten besiegt zurück, aber sie schworen zurückzukommen, um den Propheten, seine Mission und seinen Stadtstaat Madinah zu zerstören. In dem folgenden Jahr, in 3 n.H. kamen die Mekkaner mit einer noch besser ausgerüsteten Armee von 3000 Mann zurück und der Prophet war in der Lage eine Schar von nur 700 Muslimen zusammen zu scharen und der Kampf fand in der Nähe von Madinah, am Fuße des Berges Uhud, statt. Beide Seiten erlitten schwere Verluste und es gab keinen klaren Sieg für eine Seite. Die Mekkaner kehrten zurück nach Mekka, ohne ihr Ziel, die Zerstörung des Propheten und seiner Mission, erreicht zu haben, jedoch ermutigte dies die Mekkaner. Diesem Ereignis folgten zwei Jahre der harten Verfolgung und Folter der Muslime, die außerhalb Madinahs lebten, sei es in Mekka oder in einem anderen Dorf, wo die Heiden regierten. Der Prophet Muhammad musste Nachrichten und Aufträge von Wächtern überall herum schicken, um herauszufinden, wer sich zusammengetan hatte und wer einen weiteren Angriff gegen Madinah und die Muslime plante.

Die Verse 4:71-76 wurden im oben genannten Kontext offenbart und sie sollten auch innerhalb dieses Kontextes verstanden werden. Der Vers 4:71 leitet die Muslime an, zur Verteidigung bereit zu sein, weil sie nicht wissen, wer und wann den kleinen Stadtstaat Madinah angreifen wird. Die Verse 4:72-73 sprechen über die Auflagen der Heuchler, die nicht kämpfen wollen, weil sie dieses weltliche Leben mehr als das Leben im Jenseits lieben, aber wenn es zum Sieg kommt wollen sie die Kriegsbeute. Der Vers 4:74 garantiert den aufrichtigen Muslimen, dass wenn sie im Kampf sterben, mit Sicherheit ins Paradies eintreten werden, und wenn sie siegreich heimkehren, dann wird dies auch gut für sie sein. Egal ob sie den Krieg überleben oder im Krieg sterben, ihnen ist so oder so eine große Belohnung von Allah versichert. Der Vers 4:75 motiviert die Muslime aufzustehen und die Unterdrücker und Tyrannen zu bekämpfen, die kein Gewissen, aber Gier nach dieser Welt und Macht haben. Die unterdrückten Menschen rufen nach Allahs Hilfe und diese kommt in der Form von aufrichtigen Muslimen, die zur Unterstützung dieser Menschen aufstehen.

Der Vers 4:76 erklärt, dass die aufrichtigen Muslime kämpfen, um Allahs Regierung zur höchsten zu machen und Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit zu etablieren, während diejenigen, die für Land, Nationalismus, Patriotismus, Plünderung, Mord, Rache, Reichtum und anderen weltlichen Motiven kämpfen, für den Taghut kämpfen, alles andere als für Allah, das ist um des Satans Willen. Diejenigen, die um des Satans Willens kämpfen, können manchmal als Gewinner darin erscheinen, indem sie ihre weltlichen Ziele erreichen, aber auf langer Sicht sind sie Verlierer und sie werden im jenseitigen Leben mit Sicherheit im Höllenfeuer enden.

Es ist offensichtlich, dass Allah Angriffe völlig missbilligt und jeden Krieg aus Streben nach weltlichen Dingen verurteilt. Dahingegen befürwortet und motiviert Allah zu einem Verteidigungskrieg und die Schwachen, die verfolgt und unterdrückt werden, zu beschützen. In diesem frühen 21sten Jahrhundert gibt es hunderte von Millionen von Muslimen, die vom Westen und seinen Agenten als Führer in Ländern der Dritten Welt unterdrückt und verfolgt werden.

Quran 22:39-40.

Während des Lebens des Propheten in Makkah war es ihm verboten auf gewalttätige Übergriffe auf ihn und seinen Anhängern zu reagieren. Der Befehl Allahs war ihre Hände zusammen zu binden; es war völliger Pazifismus. Das einzige was seine Anhänger machen durften, war, das Land zu verlassen und Zuflucht in Habashah (Äthiopien) zu suchen. Diese Beschränkung wurde in Madinah aufgehoben, als ein islamischer Stadtstaat, mit seiner eigenen freien Regierung unter dem Propheten, seiner eigenen Wirtschaft und freiwilligen Verteidigungsarmee, gegründet wurde. Der Befehl kam in den folgenden Worten, hier als Übersetzung:

  • „(39) Die Erlaubnis, (sich zu verteidigen,) ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah – und Allah hat wahrlich die Macht, ihnen zu helfen -, (40) jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sagten: „Unser Herr ist Allah.“ Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des Öfteren genannt wird, niedergerissen worden. Und Allah wird gewiss dem zum Sieg verhelfen, der für Seinen Sieg eintritt. Allah ist wahrlich Allmächtig, Erhaben.“ [Der edle Quran 22:39-40]

Die Bedeutung dieser beiden Verse sind einfach genug, so dass es keiner weiteren Erklärung bedarf.

47:4-6.

Diese Verse wurden kurz nach den oben genannten Versen 22:39-40 offenbart, was das Verbot des bewaffneten Widerstandes gegen die Eindringlinge und Angreifer aufhob.

  • „(4) Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind (Kafaru), so haut (ihnen) auf den Nacken; und wenn ihr sie schließlich siegreich niedergekämpft habt, dann schnürt ihre Fesseln fest. (Fordert) dann hernach entweder Gnade oder Lösegeld, bis der Krieg seine Lasten (von euch) wegnimmt. Das ist so. Und hätte Allah es gewollt, hätte Er sie Selbst vertilgen können, aber Er wollte die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind – nie wird Er ihre Werke zunichtemachen. (5) Er wird sie rechtleiten und ihren Stand verbessern (6) und sie ins Paradies führen, das Er ihnen zu erkennen gegeben hat.“ [Der edle Quran 47:4-6]

Ein Angriff auf die muslimische Gemeinschaft in Madinah war bereits im Gange, deswegen wurden ihnen weitere Anweisungen bezüglich einer Verteidigungsstrategie gegeben. Allah befahl den Muslimen fest zu stehen und hart zu kämpfen und nur Gefangene zu nehmen, wenn es nötig war. Diesen Gefangenen sollte dann vergeben und sie sollten freigelassen werden oder das Lösegeld akzeptiert werden und sie dann freigelassen werden. Allah verspricht denen, die ihren Glauben verteidigen, das Paradies.

Freundschaft oder Schutz?

Ein weiterer Vers des Qurans, der benutzt wird um den Islam anzugreifen, ist 5:51, der folgendermaßen übersetzt werden könnte:

  • „O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern (Awlia`). Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.“ [Der edle Quran 5:51]

Oftmals wird der Begriff Wali als „Freund“ übersetzt und die Bedeutung des Verses verändert sich damit komplett. Wenn Wali dahingehend übersetzt wird, dass es „Freund“ bedeutet, scheint der Vers die Botschaft zu übermitteln, dass der Islam es verbietet Freundschaften zu Christen und Juden zu haben. Die Geschichte von 13 Jahrhunderten des Islams straft dies der Lüge. Von 630 bis 1917 waren Muslime und Juden einander Freunde und manchmal sogar Beschützer. Während der Zeit der Inquisition in Spanien litten die Muslime und Juden gemeinsam und beschützten einander. Wann immer es in Europa Pogrome gegen die Juden gab, flohen sie zu den nordafrikanischen von Muslimen regierten Ländern oder in den Osten, wo die Türken regierten und sie fanden Sympathie, Freundschaft, Willkommen und Rehabilitation. Gleichermaßen lebten Christen und Muslime überall in der arabischen Welt, in Türkei, Iran, Pakistan und anderen Ländern, in Frieden zusammen. Ein Beispiel für die christlich-muslimische Harmonie ist, dass die orthodoxe Kirche in Konstantinopel vor 1453, als Muhammad II es für das Osmanische Reich eroberte, ihr Hauptquartier hatte. Konstantinopel war der Sitz der orthodoxen Kirche und es bestand weiterhin über die türkische Regierung hinweg und es war weiterhin der Sitz der orthodoxen Kirche. Aber ich betrachte den Vers 5:51 als eine Prophezeiung und weiter als Warnung für die Muslime des 20sten Jahrhunderts. Die europäischen Mächte gaben, als sie die Kolonien verließen, die Oberhand an die nicht-muslimische Minderheiten und hielten die Muslime schwach; dies war die Situation in Indien, Nordafrika, Sub-Sahara Afrika und andere Teile der Welt. Die Araber vertrauten den Briten, dass sie nach der Verteidigung vor den Türken, unabhängig werden würden, aber sie wurden betrogen. Anstelle der Unabhängigkeit der Araber, wurden Monarchien als Marionetten und Israel in ihrem eigenen Land gegründet. Betrug und noch mehr Betrug, und das überall. Pakistan unterschrieb den Pakt von Bagdad (was nach dem Austritt Iraks aus dem Vertrag zu CENTO umbenannt wurde) und trat in den 1950ern der SEATO zur Unterstützung amerikanischen Bemühungen gegen den Kommunismus bei und erlaubte amerikanische Basen in ihrem Land und wurde zu einem nuklearen Angriffsziel der Sowjetunion. Im Gegensatz dazu tat sich die USA mit Indien gegen Pakistan zusammen. Als Indien Pakistan 1965 und nochmal 1971 angriff, betrog die USA und half Indien beim Verfall von Pakistan. Säkularismus ist Heidentum, wenn jemand dem Säkularismus vertraut, erfahren sie Betrug, genauso wie der Prophet dem Betrug der Heiden Arabiens entgegenstand, 14 Jahrhunderte zuvor.

Die andere Seite der Medaille ist, wem gegenüber von den Nicht-Muslimen ist eine Freundschaft würdig? Siehe dazu die Quranverse 60:8-9:

  • „Allah verbietet euch nicht, gegen jeden, die euch nicht des Glaubens (Al-Deen) wegen bekämpft haben und euch nicht aus euren Häusern vertreiben haben, gütig zu sein und redlich mit ihnen zu verfahren; wahrlich, Allah liebt die Gerechten. (9) Doch Allah verbietet euch, mit denen, die euch des Glaubens (Al-Deen) wegen bekämpft haben und euch aus euren Häusern vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu schließen. Und wer mit ihnen Freundschaft schließt – das sind die Missetäter.“ [Der edle Quran 60:8-9]

Die Verse 60:8-9 wurden im Kontext der Heiden Makkahs, die den Propheten und seine Gefährten vertrieben haben, die dann Zuflucht in Madinah suchten, offenbart. Ähnliche Sachen ereigneten sich bei vielen Muslimen, die von ihren eigenen Leuten wegen ihres neuen Glaubens ausgewiesen wurden.

Sollten die Muslime den Heiden des Westens vertrauen? Ich denke NICHT! Achtet auf die Warnung des Qurans. Persönlich habe ich keine Probleme Freundschaften zu schließen, mit meinen Nachbarn und Kollegen zu sympathisieren, gemeinsam mit ihnen zu essen, mit ihnen zu picknicken oder campen zu gehen. Ich habe viele anständige Christen und Juden getroffen und die einer Freundschaft und Vertrauen würdig waren. Der Vers 5:51 des Qurans spricht nicht über Freundschaften auf persönlicher Ebene, sondern über das Eingehen auf Verträgen auf nationaler Ebene. Die Erfahrungen der muslimischen Länder in den letzten 90 Jahren zeigen, dass die heidnischen säkularen Nationen, mit jüdischem oder christlichem Hintergrund, kein Vertrauen verdienen. Diese Nationen werden keine Gelegenheit auf Betrug und Zerstörung des Islams und der Muslime verpassen.

Das Toilettenpapier des Westens

Alle muslimischen Marionetten-Regierungen des Westens in Ländern mit muslimischer Mehrheit sind eigentlich Verräter ihres eigenen Volkes. Diese Verräter sind wie Toilettenpapierrollen oder Seidenpapier, gut aufbewahrt, bevor es benutzt wird. Ich habe in Pakistan gesehen, dass viele solcher Verräter die Toilette herunter gespült wurden; einige Namen sind: Liaqat Ali Khan, Iskander Mirza, Gen. Ayyub Khan, Gen. Yahya Khan, Gen. Ziaul Hal, Zulfiqar Ali Bhutto, Benazir Bhutto, Nawaz Sharif, Mujibur Rahman und der nächste der weggespült wird ist Gen. Pervez Musharraf. In anderen Ländern finden wir den Shah des Irans, Saddam Hussein, Ahmad Chalabi; und jetzt warten Hamid Karzai, Iad Allawi, Ghazi Al-Yawar und eine Anzahl anderer Marionetten, Diktatoren in Ländern mit muslimischer Mehrheit, darauf die Toilette herunter gespült zu werden.

Fazit

Der Krieg wurde dem Propheten Muhammad erst erlaubt, nachdem er fünfzehn Jahre lang versucht hat gegen alle Angriffe in Frieden zu leben. Erst als anti-islamische Kräfte entschieden haben den Islam vollkommen auszulöschen, wurde den Muslimen erlaubt zurück zu schlagen. Die Situation bleibt dieselbe, sogar in unserer Zeit, dem Anfang des 21sten Jahrhunderts CE. Vor 50 Jahren lebten die Muslime mehr als zwei Jahrhunderte lang als Kolonialgegenstände des Westens. Nun, da sie aus der unterwürfigen Stellung der Kolonialzeiten herausgekommen sind und es anstreben nach den islamischen Prinzipien zu leben, versucht der Westen, angeführt von den USA, ihre Vorherrschaft über die muslimische Welt erneut zu verhängen. Den Muslimen wird keine andere Wahl gelassen, als zurück zu schlagen. Der Westen muss lernen die muslimische Welt ihre Probleme auf ihre Weise lösen zu lassen und nicht ihre Herrschaft über die Muslime durch Marionetten wie Pervez Musharraf, Husni Mubarak, Abdullah II Jordaniens, Qaddafi und andere, einzuführen.